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Wanderungen

Osterseerundweg



Osterseerundweg

Osterseerundweg – Wanderung im Naturschutzgebiet zwischen Seeshaupt und Iffeldorf am südlichen Rand des „Fünf-Seen-Landes“, nicht nur an Ostern. Die Osterseegruppe umfasst über zwanzig, mehr oder weniger eigenständige Seen unterschiedlicher Größe. Ursprung dieser Seen ist die Moränenlandschaft aus der letzten Eiszeit

Schwierigkeit:18.8leicht (<27.5)
Tracklänge:11.0 kmmittellang (8-15 km)
Wanderzeit:3:00 h*mittellang (3-5 h)
Höhensumme:90 mgering (0-400 m)
 
(*) In der Wanderzeit sind auch kleine Pausen zum Schauen und Fotografieren enthalten. Längere Pausen auf Gipfeln oder in der Hütte sind nicht enthalten.
Gebirge, Lage, Karte
Bayerische Voralpen, Starnberger See bzw. Ostersee, das Wandergebiet liegt zwischen Seeshaupt und Iffeldorf. Karte: Kompass Wanderkarte (1:50000), Nr. 180 Starnberger See, Ammersee (Strecke am unteren Rand auf der Karte etwas abgeschnitten). Auf der Route gibt es viele Informationstafeln zum jeweiligen Standort und zur Wegführung, die an sich eine Karte fast überflüssig machen.
Datum, Begleiter, Wetter
18.03.2015; Sepp hat mich auf dieser Tour begleitet. Außer uns hat das warme Wetter noch viele andere Wanderer herausgelockt, ein Teil davon wohl aus dem riesigen Winter-Campingplatz. Es herrschte warmes, sonniges Frühlingswetter. Durch den Hochdruck war es leider etwas dunstig; von den nahe liegenden Alpen konnte man deshalb nur die Umrisse sehen. In schattigen Waldpassagen lag noch Schnee und Eis. Von mir hat die Strecke deshalb ihren Wegzoll in Form eines Blutergusses am Knie nach einem Sturz gefordert.
Erreichte Gipfel
Kein Gipfel erreicht; die Wanderstrecke verläuft mit wenigen, kleinen Bergauf/Bergab-Teilen annähernd horizontal um etliche Seen herum.
Alm(en), Hütt(en):
Fohnseestüberl , An der Strecke gibt es etliche private Hütten. Die Hauptanwesen sind zweifelsohne die Lauterbacher Mühle, eine Privatklinik für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und eine Außenstelle von Gut Aiderbichl.
Ausgangspunkt, Koordinaten, Route
Wanderparkplatz Iffeldorf (gebührenpflichtig: 4 € für den ganzen Tag, dafür gibt es am Parkplatz sehr gepflegte Toiletten); Adresse: Angerweg, 82393 Iffeldorf; Koordinaten: N =47.771996 , E = 11.315171; UTM-Daten: Z = 32T, E = 673456, N = 5293555.
Vom Parkplatz auf einem Wirtschaftsweg nach Nordwesten, zunächst an einigen Gebäuden vorbei, darunter auch ein Schuppen des Limnologischen Instituts der TUM. Anschließend geht es durch Wiesen und Wald mit einem kleinen Abstecher nach rechts zur „Blauen Gumpe“. Weitermarsch bis zur Abzweigung „Gut Schwaig“. Dort nach rechts im Wald bleiben und geradeaus weiter bis zur Lautenbacher Mühle. Am Klinikparkplatz vorbei, dann nach rechts auf die Straße in Richtung Seeshaupt einbiegen. Nach einigen Minuten die Straße verlassen, nach rechts in den Wald und bis zur Bahnlinie weitergehen. Dort erneut rechts abbiegen, an Gut Aiderbichl vorbei, durch den Wald und an einer Kreuzung nach rechts. Auf der Route bleiben bis zum Fohnseestüberl. Auf der Straße zurück nach Iffeldorf, im Ort nochmal auf einen Gehweg nach rechts zur Kirche gehen und anschließend zurück zum Parkplatz.

Markante Punkte Höhe (m) ü NN Gehzeit (h:min) *) Entfernung
Wanderparkplatz Iffeldorf590
Abzw. Blaue Gumpe593 0:23
Abzw. Gut Schwaig600 0:12
Lauterbacher Mühle605 0:35
Einmü. Bahnlinie590 0:17
Höhe Aiderbichl609 0:16
Abzw. Staltacher See610 0:26
Fohnseestüberl596 0:20
Wanderparkplatz Iffeldorf590 0:31
Anmerkungen:
Das „Fünf-Seen-Land“ (Starnberger See, Ammersee, Wörthsee, Pilsensee und Weßlinger See) liegt südwestlich von München im Alpenvorland. In der Moränenlandschaft aus der letzten Eiszeit gibt es aber noch weit mehr Seen, z.B. die umrundeten Ostersee und Fohnsee. Es ist eine Gegend, die seit eh und je als Wohn- und Urlaubsgegend äußerst beliebt ist. Dazu zählt auch, dass es viele abwechslungsreiche Wanderrouten gibt, mal etwas kürzer, mal etwas länger, aber in jedem Fall ohne besondere technische Anforderungen. Grundsätzlich ist die Route auch für Kinderwägen und Rollstühle geeignet. Am Wandertag (Ausgang des Winters) gab es aber einige nasse Stellen und auch Eis, die für diese Fahrzeuge sicher nicht sehr schön gewesen wären. Das Besondere am Osterseerundweg ist – neben seiner geologischen und limnologischen Bedeutung als Naturschutzgebiet – ein wechselnder Blick auf den/die Seen, der sich nach wenigen Metern Wanderstrecke völlig verändert zeigt und trotzdem gleich faszinierend bleibt. An manchen Stellen hat man Sicht auf die ersten Berge der Alpen, namentlich Benediktenwand, Rabenkopf, Herzogstand und Heimgarten. Bei guter Sicht ist auch das einer Erwähnung wert.

Sengsee, nahe Iffeldorf. Die vielen Seen um den Großen Ostersee hängen alle zusammen, dazwischen liegen kleinere Hügel, auch als Inseln. Sie sind entweder bewaldet oder werden als Wiesen und Weiden genutzt.

Nahe der Seeufer stehen ausgedehnte Schilfzonen. Sie werden in der geologischen Entwicklung immer größer und dichter ….

… und verlanden schließlich als Moorflächen. Erst sehr viel später sind sie für den Menschen nutzbar. An einigen Stellen der Seen sind offizielle Badestrände ausgewiesen.

„Blaue Gumpe“ – Gumpen sind Gesteinstrichter, aus denen Wasser an die Oberfläche sprudelt. Es ist qualitativ hochwertiges Trinkwasser, das da in Strömen fließt. Gumpen sind die Hauptquelle mit denen sich die Seen speisen. Deshalb sind sie auch so klar. Lediglich ein kleinerer Teil kommt als Oberflächenwasser (kleine Bäche) hinzu.

Auf dem Rundweg laden zahlreiche Sitzbänke zur Rast ein, selbstverständlich mit Seeblick. Viele Wanderer – vor allem Senioren – nutzen dies zu einer kleinen Pause.

Lauterbacher Mühle – ein ehemaliger Bauernhof. Seit den 1960er Jahren wurde diese Liegenschaft zu einer besonderen, leistungsfähigen Herz-Kreislauf-Klinik umgebaut. Das alte Mühlrad dreht sich immer noch mit einer Leistung von 4 KW.

Gut Aiderbichl; ein Ableger des bekannten Tierparadieses von Salzburg. Dort können nicht mehr benötigte Haustiere ihren Lebensabend tiergerecht verbringen.

Ein recht feudales Bienenhaus. Für diese Tiere ist das Gebiet mit seiner Blütenvielfalt und den wechselnden Honigtrachten das wahre Paradies.

Auch das gehört zum Naturschutzgebiet: irgendwann haben sich die unerwünschten Kanadagänse angesiedelt. Sie stören durch vielerlei Schäden, besondere Gefräßigkeit und durch Verschmutzen der Badestände.

 

 

 

 

 

 

[Impressum] [Webmaster], Letzte Änderung am 18.11.2018