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Pötschalm


Pötschalm

Pötschalm, auch Jochbergalm genannt – die Brotzeitalm südlich des Reitbergs, nördlich des Weitsees. Sie liegt zwar in keiner ausgesprochenen Wandergegend, hat aber ihre vielen Freunde, die immer wieder gerne den einfachen Weg von der B 307 (Weitsee) zu ihr hoch kommen (Stand: Oktober 2018)

Wanderrouten
Reitberg
Gebirge, Berg, Lage, Tal
Chiemgauer Alpen, Untergruppe: westliche Ruhpoldinger Berge;; östlich von Reit im Winkl, nördlich des Weitsees. Der Reitberg ist dort einer von mehreren Gipfeln (Stuhlkopf, Hochscharten, Rachelspitz).
Hüttentyp, Höhe, Öffentl. Zufahrt
Die Pötschalm ist eine Brotzeitalm, sie liegt auf 888 m Höhe, eine öffentliche Zufahrt ist nicht möglich. Adresse (unpräzise): Alzbach, D-. Koordinaten: N = 47.682104, E = 12.522667; Geographische Daten: N = 47°40´55.6´´, E = 12°31´21.6´´; UTM-Daten: Z = 33T, E = 314075, N = 5283941; Gauß-Krüger: R-E = 4539349.420, H-N = 5282771.874. Die Wanderstrecken rund um die Pötschalm sind sehr begrenzt. Vom Westrand des Weitsees gibt es einen sehr schönen Aufstieg über die Sotteralm. Dem schließt sich ein Anstieg auf der Versorgungsstraße nach Westen durch das Alzbachtal nach Entfelden an. Auf dem Papier gibt es noch eine Querverbindung über den Reitberg zur Gräbenalm. Das sind jedoch in Wirklichkeit ein wegloser Aufstieg im Steilgelände und ein ebensolcher auf der anderen Seite als Abstieg. Nur wenn das einen nicht stört, kann man es als Strecke bezeichnen.
Kontaktdaten, Öffnungszeiten, Gastronomie
(ohne Gewähr; es wird dringend empfohlen, Öffnungszeiten bzw. Bewirtschaftung vor der Wanderung aktuell zu erkunden)
Hüttentelefon: +49 171 305 6782 (Alm), +49 8640 8778 (Hof). Eine eigene Internetseite ist nicht bekannt. Über den Almenflyer von Ruhpolding sind aber weitere aktuelle Informationen möglich.; Internet: www.ruhpolding.de/wcms/Clients/120200824081508/Documents/455/02_Ruhpolding-63-17-Flyer_Almen_DE.PDF
Die Pötschalm ist von Anfang Juni bis Kirchweihmontag (Mitte Oktober) geöffnet, Ruhetag ist der Mittwoch. Die tägliche Öffnung geht von 10:00 bis 17:00 Uhr. Im Verpflegungsangebot hat sie – gemäß ihrem Status als „Brotzeitalm“ – ausschließlich kalte Speisen, also diverse Speck- und Käsbrote in verschiedenen Variationen. Manchmal ist auch ein Kuchen zum Kaffee dabei. Die Liste der Getränke geht von verschiedenen Bieren, Radler, Milch und Säfte bis zum Wasser. Aber auch ein Schnapserl braucht man gelegentlich zum Speckbrot. Das Angebot steht handschriftlich auf Holztafeln, die an jedem Tisch ausliegen. Das alles gibt es zu äußerst günstigen Preisen. Übernachtungen sind nicht möglich.
Gebäude/Umgebung, Almwirtschaftl. Nutzung
Die Alm besteht aus einem einzelnen Gebäude, bei dem Wohnbereich und Stall/Scheune unter einem Dach stehen. Es ist zweistöckig, aus Bruchsteinen gemauert, die an manchen Stellen durch den Putz durchscheinen. Der First verläuft in Ost/West-Richtung. Der Wohnbereich liegt – etwas ungewöhnlich – im Westteil des Hauses, was wohl dem nach Westen geneigten Gelände geschuldet ist. Das Giebeldreieck und der Stallteil sind mit Brettern verschalt. Der Eingang erfolgt von der südlichen Traufseite, den ein offener Vouhaagl mit Holzbohlen eckübergreifend umfasst. An der südlichen Traufseite und an der westlichen Giebelseite befinden sich einige massive Holztische für die Gäste. Das Hausgelände selbst ist mit einem Drahtzaun abgetrennt. Es steht fast in der Talsohle am Südhang des Reitbergs im Zusammenfluss von zwei kleinen Bächen. Das Obergeschoß mit einem kleinen Giebel-Balkon wäre im Prinzip nutzbar; das erfolgt dem Augenschein wohl aber nicht mehr. Der Scheunenteil hat von Osten her eine Hocheinfahrt. Markenzeichen der Alm ist der Haselnussstrauch, der an den Südwestecke des Hauses am Vouhaagl steht. Die Fernsicht ist nur nach Westen möglich, ansonsten imponiert der breite wellige Südhang des Reitbergs mit den Wiesenflächen.
Die Pötschalm hält auf ihren Flächen ihre Jungtiere.
Anmerkungen
Die Pötschalm liegt bestimmt nicht in einem gut frequentierten Wandergebiet. Wanderkarten weisen sie nicht als Einkehrmöglichkeit aus. Deshalb wird man dort nur wenige fremde Besucher antreffen, die sich zufällig dorthin „verirrten“. Die Autonummern am Parkplatz am Weitsee und die gesprochenen Dialekte auf der Hütte bestätigten, dass dort überwiegend die Einheimischen anzutreffen sind. Kein Wunder: als „Almletzt“ stand Hirschkalbgulasch angeschrieben. Es ist also sozusagen ein Geheimtipp für alle, welche die ursprüngliche, etwas nüchterne Atmosphäre lieben, in der ruhige und sachliche Gespräche stattfinden. „Einen draufmachen“, das geht gar nicht. So eingestellt, wird der Besuch auf der Pötschalm zu einem unvergesslichen Tag.

 

 

 

 

 

 

[Impressum] [Webmaster], Letzte Änderung am 18.11.2018