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Almen, Hütten

Zwerchenbergalm


Zwerchenbergalm

Zwerchenbergalm – urige Almhütte auf der kleinen Almfläche südöstlich von Reit im Winkl. „Urig“ ist sogar noch untertrieben. Wenn man erst mal zu dem großen Vouhaagl „vorgedrungen“ ist, kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus (Stand: September 2018)

Wanderrouten
Farmleitenkopf
Gebirge, Berg, Lage, Tal
Chiemgauer Alpen, Untergruppe Südliche Chiemgauer Berge;; südöstlich von Reit im Winkl, auf relativ geringer Höhe aus dem Tal an der Westseite des Fellhornmassivs.
Hüttentyp, Höhe, Öffentl. Zufahrt
Die Zwerchenbergalm ist eine klassische Jausenalm, sie liegt auf 920 m Höhe, eine öffentliche Zufahrt ist nicht möglich. Adresse (unpräzise): Zwerchenbergalm, D-83242 Reit im Winkl. Koordinaten: N = 47.651378, E = 12.479179; Geographische Daten: N = 47°39´05.0´´, E = 12°38´45.0´´; UTM-Daten: Z = 33T, E = 310700, N = 5280632; Gauß-Krüger: R-E = 4536105.371, H-N = 5279334.555. Wandertechnisch ist die Alm auf zwei Wegen aus dem Tal (Blindau) zu erreichen: zum einen der Versorgungsweg entlang des Klausengrabens, der dann irgendwann nach Osten abzweigt und in mehreren Kurven zur Alm hoch führt. Zum anderen ein Steig der kurz nach dem großen Parkplatz von der Straße zur Hindenburghütte abzweigt, quer zum Hang in den Steinbachgraben verläuft, den Bach überquert und dann sehr steil bergauf zur Hütte geht. Darüber hinaus ist nur noch der Aufstieg entlang der Grenze über den Klausenberg und den Farmleitenkopf zur Eggenalm zu erwähnen.
Kontaktdaten, Öffnungszeiten, Gastronomie
(ohne Gewähr; es wird dringend empfohlen, Öffnungszeiten bzw. Bewirtschaftung vor der Wanderung aktuell zu erkunden)
Hüttentelefon: +49 151 1731 7848 (Hütte), +49 8640 8826 (Hof im Tal). Eine eigene Internetseite ist nicht bekannt. Verschiedene Touristikportale bieten aber weitere Informationen über diese Alm an.; Internet:
Die Zwerchenbergalm ist in der Sommersaison von Mitte Mai bis Ende Oktober geöffnet, also auch noch eine Weile nach dem Abtrieb der Tiere. Ruhetag ist der Donnerstag. Die Tagesöffnung geht von 10:00 bis 17:00 Uhr. Im Angebot an Verpflegung stehen die bekannten Brotzeiten und kleinen Gerichte. Allerdings kommt etwas Besonderes hinzu: jeden Freitag (und manchmal auch noch am Samstag) gibt es räucherfrische Forellen. Teil des Hofes, zu dem die Alm gehört, ist auch eine Teichwirtschaft aus der dieses Essen stammt. Die Getränkeliste umfasst die gängigen, häufig nachgefragten Produkte. Selbstverständlich gehören am Nachmittag auch der Kaffee und ein bis zwei selbst gebackene Kuchen dazu. Übernachtungen sind nicht möglich.
Gebäude/Umgebung, Almwirtschaftl. Nutzung
Die Alm besteht nur aus einem einzigen Gebäude. Wohntrakt und Stall/Scheune sind unter einem First aufgereiht. Der Wohnbereich befindet sich an der südlichen Firstseite mit gemauertem Erdgeschoss. Der in Blockbauweise hölzerne Dachaufsatz hat einen kleinen Kniestock, ist also in gewisser Weise nutzbar. Der Eingang befindet sich in der Mitte des Gebäudes und hatte wohl zwei Fenster. Eines davon gibt es nicht mehr. Dort ist ein Lüftl-Bild angebracht, ebenso eines an der östlichen Traufseite. Dargestellt sind Gams und Auerhahn, zwei Tiere, die in der näheren Umgebung leben. Die Ost- und Südseite der Hütte umfasst ein sehr großer Vouhaagl mit unterschiedlichen Belägen (teils Steinplatten, teils Rasen, aber auch einige Stellen mit Holzkopfpflaster). An der Nordseite des Hauses ist ein kleiner Anbau an der östlichen Traufseite angebracht, in dem verschiedene Geräte untergebracht sind. Zur Bestuhlung gehören auch einige Geräte für spielende Kinder. Der Hofraum ist mit einem Stangenzaun eingefriedet. Ein Laufbrunnen spendet Wasser in einen Holztrog, der außerhalb des Zaunes für die Tiere zugänglich ist. Das Wasser ist nicht überaus reichlich, vermutlich aber genügend für Mensch und Tier und wohl auch von guter Qualität. Über die ganze Fläche um die Hütte verteilt befinden sich hölzerne Tische und Bänke, schon etwas gealtert, aber in bestem Zustand. Das Haus steht am mäßig steilen Westhang in der Mitte der offenen Fläche mit sehr guter Fernsicht nach Westen.
Auf der Zwerchenbergalm steht den Sommer über eine kleinere Gruppe an Kälbern und trächtigen Kalbinnen.
Anmerkungen
Wenn man zum ersten Mal auf dieser Almhütte ankommt, hat man zunächst ein zweifelndes Gefühl: man geht direkt auf eine große giebelseitige Bretterwand zu. Dann aber entdeckt man ein dicht verschlossenes Gartentor, durch das ein Grasweg an der Traufseite des Hauses entlang führt. Schließlich ist man dann auf der „Sonnenseite“ der Alm. Und dort spürt man dann den etwas spröden, aber sehr herzlichen Charme der Hütte. Mit dazu tragen mehrere Umstände bei: durch den Eingang an der Hausseite vorbei hat man das Gefühl in einem „privaten“ und damit geschützten Innenhof zu sein. Das weit überstehende Dach an der südlichen Firstseite vermittelt weiterhin das Gefühl, vor der Unbill der Witterung beschützt zu sein. Am Haus selbst und auch an den Zaun- und Hofelementen sind viele kleine Geräte, Utensilien, Spruchtafeln, Hinweisschilder und anderes angebracht. Zusammen mit den beiden Bildern an der Hauswand hat man den Eindruck, sich an einem „Wohnplatz“ zu befinden. An diesem Ort kann man in aller Ruhe seine Brotzeit und ein Bier genießen und gestärkt an Leib und Seele wieder von dannen ziehen. Das ist eine Alm, wie man sie sich typischer nicht wünschen kann.

 

 

 

 

 

 

[Impressum] [Webmaster], Letzte Änderung am 20.10.2018