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Almen, Hütten

Finsterbachalm


Finsterbachalm

Finsterbachalm – die klassische Jausenalm auf der Winkelmoos, die zwar zum Land Salzburg gehört, vermutlich aber touristisch wesentlich stärker an Bayern angebunden ist (Stand: August 2018)

Wanderrouten
Dürrnbachhorn
Gebirge, Berg, Lage, Tal
Chiemgauer Alpen, Untergruppe: südliche Chiemgauer Berge; Winklmoosalm; südlich des Dürrnbachhorns, liegt bereits im Land Salzburg im Übergang ins Heutal.
Hüttentyp, Höhe, Öffentl. Zufahrt
Die Finsterbachalm ist eine klassische Jausenalm, sie liegt auf 1340 m Höhe, eine öffentliche Zufahrt ist nicht möglich. Adresse (unpräzise): Finsterbachalm, A-5091 Unken/Österreich. Koordinaten: N = 47.663678, E = 12.602511; Geographische Daten: N = 47°39´49.2´´, E = 12°36´09.0´´; UTM-Daten: Z = 33T, E = 320004, N = 5281705; Gauß-Krüger: R-E = 4545360.198, H-N = 5280766.744. Die wichtigste Wanderstrecke ist die Verbindung von der Winklmoos, die nach Osten ins Heutal oder auf den Kamm des Dürrnbachhorns weitergeht. Natürlich gibt es gewisse Varianten dieser Strecken z.B. über die Dürrnbachalmen oder die Versorgungsstrecke etwas südlicher, ebenfalls ins Heutal und nach Unken.
Kontaktdaten, Öffnungszeiten, Gastronomie
(ohne Gewähr; es wird dringend empfohlen, Öffnungszeiten bzw. Bewirtschaftung vor der Wanderung aktuell zu erkunden)
Hüttentelefon: +43 680 503 7524 (Hütte, es gibt auch eine deutsche Festnetz-Nummer); eMail: simandl-hof@t-online.de ; Eine eigene Internetseite ist nicht bekannt. Die unten stehende Adresse gibt aber aktuelle Informationen über die Alm.; Internet: www.chiemsee-chiemgau.info/reisefuehrer-chiemgau/a-finsterbachalm-1
Die Finsterbachalm ist von Mitte Juni bis Ende September geöffnet, das hängt ein wenig von der Witterung und der dadurch bedingten Weidezeit ab. Ruhetag ist der Montag. Sie bietet die klassische Jausenverpflegung an, also Speck-, Wurst- und Käsebrote und die dazu passenden Getränke, natürlich auch Buttermilch. Viele dieser Speisen sind aus dem eigenen Betrieb bzw. aus der unmittelbaren Region. Dazu gibt’s Kaffee und Kuchen am Nachmittag. Übernachtungen sind nicht möglich.
Gebäude/Umgebung, Almwirtschaftl. Nutzung
Die Finsterbachalm besteht aus mehreren Gebäuden, darunter recht große Wirtschaftsteile. Besonders erwähnenswert ist aber die wohl älteste und schönste Hütte, nämlich das ehemalige Hauptgebäude mit dem Wohntrakt, von dem aus auch die Bewirtung der Gäste erfolgt. Es ist ein eingeschossiges, sehr flaches Gebäude aus Holz. Der wunderschöne mit Holzschindeln verkleidete Giebel mit dem Eingang weist nach Osten. Der mit Holzbohlen ausgelegte Vouhaagl umfasst den Giebel und die südliche Traufseite, dort auf Stelzen stehend. Die Gebäude liegen in der Sohle eines riesigen Talkessels, der nur nach Süden noch eine kleine Öffnung in Form des Finsterbaches hat, der später in den Unkenbach übergeht. Die Fernsicht ist durch die Kessellage nur nach oben zum Dürrnbachhorn und in begrenztem Umfang nach Westen möglich.
Auf der Finsterbachalm stehen sowohl einige Kühe, als auch Jungvieh, überwiegend zur Rasse der Pinzgauer zählend. Aus der täglich anfallenden Milch wird Käse hergestellt und unter anderem auch an die vorbeikommenden Wanderer verkauft.
Anmerkungen
Die Finsterbachalm ist eine jener Almen, die auch noch Kühe auf ihren Flächen stehen haben. Das ist für Österreich nicht so ungewöhnlich, hat aber auf der Winklmoos mit dem Pötsch-Kaser und dem Zenz-Kaser vergleichbare Fälle. Kühe bedeuten einerseits durchgehende Präsenz des Almpersonals, anderseits auch oftmals noch die hauseigene Käserei und damit die typische Almverpflegung, die wir Wanderer alle so lieben. Damit haben diese Almen eine recht gute Prognose für die Zukunft, wenn sie für diese ihre Wirtschaftsweise auch noch Personal finden. Das gewährleistet bei den gewaltigen Wandelvorgängen, dass die Almen offen bleiben und den touristischen Wert der Landschaft erhalten. Spektakuläre Aussichtsplattformen oder Fun-Parks können das nicht ersetzen. Von der Finsterbachalm kann man nach der Einkehr mit gutem Gefühl wieder weitergehen. Am Wandertag war infolge des Almfestes der Blick auf die wunderschöne Hütte leider etwas verstellt. Aber Almfeste gehören auf alle Fälle dazu und machen den Reiz aus – und man kann an einem anderen Tag gerne nochmal kommen.

 

 

 

 

 

 

[Impressum] [Webmaster], Letzte Änderung am 18.11.2018