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Almen, Hütten

Glapfalm


Glapfalm

Glapfalm – Überraschungsalm am Aufstieg zum Wetterkreuz Reit im Winkl. Die Hütte ist gerade dabei, aus dem Dornröschenschlaf aufzuwachen. Heuer bietet der Almer nur Getränke an, 2018 wird es vollwertiger Jausenbetrieb sein (Stand: Mai 2017)

Wanderrouten
Wetterkreuz Reit im Winkl
Gebirge, Berg, Lage, Tal
Chiemgauer Alpen, Untergruppe Chiemgauer Berge;; Nordseite des Reit im Winkler Hausberges, nordöstlich des Wetterkreuzes.
Hüttentyp, Höhe, Öffentl. Zufahrt
Die Glapfalm ist eine Jausenalm, sie liegt auf 941 m Höhe, eine öffentliche Zufahrt ist nicht möglich. Adresse (unpräzise): Glapfalm, D-83242 Reit im Winkl. Koordinaten: N = 47.684829, E = 12.462976; Geographische Daten: N = 47°41´05.4´´, E = 12°27´46.7´´; UTM-Daten: Z = 33T, E = 309605, N = 5284389; Gauß-Krüger: R-E = 4534865.884, H-N = 5283046.344. Bezüglich der Wanderwege liegt die Alm ein paar Meter abseits der „Hauptstrecke“, einer Forststraße zwischen Hausberg und Wolfszaglrücken. Südwestlich liegt das Wetterkreuz, zu dem sich die Wege an der Alm in die „schönere“ Südroute (schwarz) und die einfachere Nordroute teilen.
Kontaktdaten, Öffnungszeiten, Gastronomie
(ohne Gewähr; es wird dringend empfohlen, Öffnungszeiten bzw. Bewirtschaftung vor der Wanderung aktuell zu erkunden)
Hüttentelefon: Telefon oder gar eine Internetseite hat die Alm (noch) nicht.; Internet:
Die Glapfalm ist zur Weidezeit von Anfang Juni bis Ende September geöffnet, selbstredend ohne Ruhetag. Hinzu kommen noch ein paar Tage Vor- bzw. Nachlauf, zu denen zumindest kalte Getränke in Selbstbedienung erhältlich sind. In diesem Jahr (2017) werden es nur Getränke sein, nächstes Jahr will der Sepp auch almtypische Brotzeiten anbieten. Die Kühlung der Getränke erfolgt optimal im hölzernen Trog des Laufbrunnens vor dem Haus. Das Wasser hat ständig 7°C. Es lagern verschiedene Biere (auch das von Wanderern gerne getrunkene Weißbier mit und ohne Alkohol), Apfelschorle, Säfte, Cola u.a. Die Preise sind nicht festgelegt, es bleibt jedem überlassen, soviel in ein Einmachglas zu geben, wie es ihm das Getränk wert ist.
Gebäude/Umgebung, Almwirtschaftl. Nutzung
Die Hütte ist ein großes Gebäude mit gemauertem Erdgeschoß; es hat früher offenbar als Wohnhaus für eine ganze Familie gedient. Der mit senkrechten Holzbrettern verkleidete Aufsatz ist ungewohnt hoch: er hat die volle Zimmerhöhe. Darüber ist noch das Dach. Wohntrakt und Stall liegen unter einem First. Der Eingang befindet sich an der südöstlichen Giebelseite; dort ist ein mit Steinplatten ausgelegter Vouhaagl. Ein Balkon aus Holz geht fast über die volle Breite des Hauses mit einem Außenaufgang von der südwestlichen Traufseite aus. Im hinteren Teil des Hauses befindet sich in einem Anbau ein von außen jederzeit zugängliches Wanderer-WC. Recht ungewohnt ist die Hocheinfahrt über den nordwestlichen Giebel; der gesamte Bereich über dem Stall dient als Futterlager. Mit Wasser ist die Alm gut gesegnet. Am Vouhaagl steht ein Laufbrunnen mit einem hölzernen Trog. Darin hält der Almer die Getränke für die Wanderer bereit. Fernsicht hat man von der Alm nach Südosten in die Berchtesgadener Berge.
Auf der Alm stehen zur Weidezeit einige Jungtiere, etliche Ziegen und ein paar Pferde.
Anmerkungen
Als wir zu der Alm kamen, sahen wir wohl, dass der Rasen gemäht war und sich jemand auf dem Vouhaagl aufhielt – wir waren sicher, es wäre privat und gingen weiter. Dann kam es zu einem Gruß und unsererseits zur Frage: „hast du was zu trinken?“ Darauf die Antwort: „verschiedene Getränke im Brunnentrog zum Verkaufen“. Wir kehrten ein, nahmen uns zwei Weißbiere aus dem Trog (Gläser waren auch da) und kamen rasch mit dem Almer in ein sehr persönliches Gespräch. Der Sepp erzählte uns, dass die Alm früher zum Glapfhof gehörte, seit längerer Zeit aber davon eigentumsmäßig getrennt sei. Er bringe das Gebäude und die Anlage nach einiger Zeit des Stillstandes wieder auf Vordermann und wolle sie als Jausenalm mit verschiedenen Tieren bewirtschaften. Kurz darauf kamen weitere Gäste, die offenbar mit dem Almer gut bekannt waren. Es ist insgesamt ein würdiges, schönes Gebäude, das die Erhaltung und ursprüngliche Nutzung allemal verdient hat. Es gibt zwar noch einiges zu tun, der Sepp mit seiner optimistischen Einstellung macht das schon.

 

 

 

 

 

 

[Impressum] [Webmaster], Letzte Änderung am 18.11.2018