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Impressionen aus den Bergen

Almen, Hütten

Nesslauer Alm


Nesslauer Alm

Nesslauer Alm – bekannte Jausenalm oberhalb des Nesslauer Grabens, unterhalb des Gröhrkessels. Bis zu ihr können alle aufsteigen, weitergehen sollten eigentlich nur diejenigen, die mit den Bergen vertraut sind. Die besondere Gastlichkeit und die Schönheit des Platzes lassen keine Bedenken aufkommen, wenn man den weiteren Aufstieg für beendet erklärt (Stand: Oktober 2016)

Wanderrouten
Gröhrkopf
Gebirge, Berg, Lage, Tal
Chiemgauer Alpen, Untergruppe Chiemgauer Berge; westlich von Ruhpolding, nahe Brand, Nesslauer Graben.
Hüttentyp, Höhe, Öffentl. Zufahrt
Die Nesslauer Am ist eine Jausenalm, sie liegt auf 1106 m Höhe, eine öffentliche Zufahrt ist nicht möglich. Adresse: Brandstätter Alm 1, 83324 Ruhpolding. Koordinaten: N = 47.743446, E = 12.575761; Geographische Daten: N = 47°44´36.4´´, E = 12°34´23.7´´; UTM-Daten: Z = 33T, E = 318273, N = 5290632. Der Hauptwanderweg führt aus dem Urschlauer Graben ab der Ortschaft Brand durch den Nesslauer Graben steil bergauf. Er ist auch für Kinderwägen geeignet; es kostet aber viele Schweißperlen, sie hochzuschieben. Ein gutes Stück oberhalb der Hütte am Sattel teilen sich die Wege: nach links geht es über den Gröhrkopf zum Haaralmschneid und die Haaralm nach Urschlau, rechts geht es auf den Nesslauer Schneid und geradeaus geht es in den Thoraugraben und letztlich zum Hochfelln.
Kontaktdaten, Öffnungszeiten, Gastronomie
(ohne Gewähr; es wird dringend empfohlen, Öffnungszeiten bzw. Bewirtschaftung vor der Wanderung aktuell zu erkunden)
Hüttentelefon: +49 179 451 3666 (Hütte) oder +49 8663 88 260 (Brandstätterhof, zu dem die Alm gehört).; Internet: www.brandstaetter-hof.de
Die Nesslauer Alm ist von Mitte Mai bis Oktober (Kirchweih) geöffnet; einen Ruhetag gibt es nicht. Im Verpflegungsangebot stehen vor allem die üblichen Jausenbrotzeiten, also Speck- und Käsbrote, sowie für den großen Hunger eine wirklich umfangreiche „Nesslauer Almplatte“. Nicht zu vergessen – es gibt den in den Bergen nicht wegzudenkenden „Kaiserschmarrn“ in Riesenportionen. Hinzu kommen vielerlei Getränke, sowie Kaffee und selbst gebackenen Kuchen. Möglichkeiten zur Übernachtung gibt es nur für das Almpersonal.
Gebäude/Umgebung, Almwirtschaftl. Nutzung
Das Hauptgebäude ist ein großer, gemauerter Bau. Der Dachaufsatz ist aus Holz mit einem sehr hohen Kniestock; dadurch ist das Dach vollwertig nutzbar. Das Gebäude ist vor wenigen Jahren von einer Schneelawine sehr stark beschädigt und in der Folge davon fast vollständig neu erbaut worden. Die Alm ist der Stolz des Brandstätter-Bauern, in das er ständig Arbeit investiert, um es in bestem Zustand zu halten. Durch die weiße Farbe des Erdgeschosses und die hellbraunen, senkrechten Bretter des Obergeschosses wirkt das Gebäude sehr freundlich. Das gilt auch für die geschmackvoll eingerichteten Stuben und anderen Räume (Toiletten) im Inneren des Hauses. Es steht mit dem First in Ost/West-Richtung, der Eingang befindet sich an der südlichen Traufseite. Die Ostseite und ein Teil der Traufseite umfasst ein mit Holzbohlen belegter und durch Holzstangen abgegrenzter Vouhaagl. Den angrenzenden Hofraum zieren ein Holzgrand mit ständig laufendem Wasser und ein eingefasstes Almkreuz. Zur Versorgung der Gäste stehen etliche massive Holztische und -bänke zur Verfügung, ebenfalls in hellen Farben. Das Gebäude steht am unteren Rand des großen Bergkessels, der sich an dieser Stelle verengt und in den Nesslauer Graben übergeht. Fernsicht besteht vor allem in den Kessel selbst mit seinen abwechslungsreichen Landschaftselementen, wie stattliche Einzelbäume, Baumgruppen und Felsblöcke. Wenn man Glück hat, kann man auch Manggeis (Murmeltiere) sehen.
Die Nesslauer Alm hält auf ihren Flächen Jungrinder, Kühe hat sie auch auf dem Hof im Tal nicht mehr. Die Milchprodukte auf der Alm kommen von der Berchtesgadener Molkerei.
Anmerkungen
Almhütten sind immer schöne Plätze, an denen man gerne verweilt und dort eine Brotzeit bestellt. Für die Nesslauer Alm gilt das ganz besonders, weil man sich vom ersten Moment an durch das wie neu wirkende, freundliche Gebäude und die gemütlichen, massiven Sitzgelegenheiten wohl fühlt. Dazu kommt die besondere Qualität der Brotzeiten, von den freundlichen Almerinnen liebevoll garniert und serviert. Angenehm fällt auch die verlässliche Öffnung der Hütte auf: „bis Kirchweih“ – das ist ein Wort. Darauf kann man vertrauen, natürlich mit dem Nachsatz, „wenn es nicht schneit“. Vorteilhaft ist auch die nähere Umgebung. Der riesige Bergkessel mit seinen vielfältigen Blickfängen vermittelt das Gefühl, in einer richtigen Bergwelt zu sein. Und wer gerne wandert – was ich den meisten unterstelle – verspürt das Gefühl, hier oben einen schönen Tag zu erleben zu dem die Nesslauer Alm ein großes Stück beiträgt.

 

 

 

 

 

 

[Impressum] [Webmaster], Letzte Änderung am 18.11.2018