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Almen, Hütten

Rottauer Moieralm


Rottauer Moieralm

Rottauer Moieralm – eine wunderschöne, schnörkellose Almhütte, auf der man das echte, langjährig praktizierte Almleben spürt. Ausdruck des Senners: „ich mach den Menschen doch nichts vor“. (Stand: Jun 2015)

Wanderrouten
Almentour Rottau
Gebirge, Berg, Lage, Tal
Chiemgauer Alpen, Untergebiet Chiemgauer Berge, westlich der Tiroler Ache;; Hochplattengebiet Nord (Großstaffn); Talorte sind Rottau und Grassau.
Hüttentyp, Höhe, Öffentl. Zufahrt
Die Rottauer Moieralm ist eine klassische Brotzeitalm, sie liegt auf 1000 m Höhe, eine öffentliche Zufahrt ist nicht möglich. Als Wanderwege kommen die Aufstiege aus Rottau durch das Rottauer Tal oder aus Grassau über die Hefteralm in Frage. Dazu kommt eine Querverbindung von der Niedernfelser Bergbahn über die Staffnalm. Südlich der Alm ist das große Netz an Wanderstrecken über den Staffn, Friedenrath und Hochplatte zu nennen, letztlich mit längeren Strecken sogar bis zur Gedererwand und zur Kampenwand. Koordinaten: N = 47.775943, E = 12.411069; Geographische Daten: N = 47°46´33.4´´, E = ´´ 12°24´39.9; UTM-Daten: Z = 33T, E = 306049, N = 5294644.
Kontaktdaten, Öffnungszeiten, Gastronomie
(ohne Gewähr; es wird dringend empfohlen, Öffnungszeiten bzw. Bewirtschaftung vor der Wanderung aktuell zu erkunden)
Hüttentelefon: +49 8641 3270 (Hof im Tal, die Alm selbst ist telefonisch nicht erreichbar). Weitere, aktuelle Informationen sind über die Webseite der Gemeinde Grassau möglich.; Internet: www.grassau.de/de/rottauer-moieralm-1
Die Rottauer Moieralm hat üblicherweise zur Weidezeit von Anfang Juni bis Ende September geöffnet. Einen Ruhetag kennt der freundliche Senner nicht. Im Verpflegungsangebot steht die Almbrotzeit, eine Mischung aus Würsten, Speck und Käse mit Meerrettich oder Senf. Dazu gibt es frisches Bauernbrot. Und natürlich hat er die verschiedensten Getränke, vom Bier über Mixgetränke bis zum Wasser. Das alles gibt es zu sehr günstigen Preisen. Übernachtungen sind nicht möglich.
Gebäude/Umgebung, Almwirtschaftl. Nutzung
Die Rottauer Moieralm ist ein stattliches Gebäude mit Wohn- und Stallteil unter einem First. Es hat durch einen sehr hohen Kniestock fast zwei vollwertige Geschoße. Der untere Teil ist gemauert, der Aufsatz ist aus Holz. Der Eingang befindet sich in der Mitte der südseitigen Giebelfront. Durch die Hanglage ist eine etwas erhöhte Veranda vorgelagert, auf der einige Tische und Bänke aus Holz für die Besucher stehen. Zu ihr führen einige Stufen aus dem abgetrennten Rasenbereich hinauf. Dadurch hat man von der Veranda aus einen schönen Blick auf die Weideflächen in der kleinen Talsenke zum südlichen Großen Staffn. Auf der Rückseite liegt der Breitenberg (davon gibt es mehre Berge mit gleichem Namen), der eine freie Kuppe mit einem phantastischen Blick zum Chiemsee bietet. Man muss dorthin allerdings weglos gehen.
Auf der Alm stehen ausschließlich Jungtiere („da kann ich doch nicht sagen, hier gibt es Almmilch“). Sie zählen überwiegend zur Rasse des Fleckviehs, einige davon gehören zur Rasse der Pinzgauer (zu erkennen an dem braunen Kopf, den braunen Flanken und dem weißen Rücken). Letztere sind etwas kleiner als das Fleckvieh, spätreifer, wachsen auch etwas langsamer, haben dafür aber ein deutlich besseres Fleisch.
Anmerkungen
Für mich war die Rottauer Moieralm die schönste Alm auf dieser Tour. Sie ist in ihrem einfachen Gesamteindruck mit dem gastfreundlichen Senner ein Ort, an dem man sofort eine wohltuende „Entschleunigung“ spürt. Dazu gehört auch der Sennerhund, der weiß, dass er der Assistent des Almers ist und von dem man den Eindruck hat, dass auch er sich über eine Abwechslung durch die Besucher freut. Die gemütliche Atmosphäre überträgt sich schnell auf die Kontakte der Wanderer untereinander, mit denen man rasch in persönliche Gespräche kommt.

 

 

 

 

 

 

[Impressum] [Webmaster], Letzte Änderung am 18.11.2018