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Bergwandern für Senioren

Impressionen aus den Bergen

Almen, Hütten

Dalsenalm, vdr.


Dalsenalm, vdr.

Vordere Dalsenam – genauer gesagt: „Feichten-Kaser“ auf der vorderen Dalsenalm. Nachtrag Mai 2016: die Hütte ist seit längerer Zeut nicht mehr bewirtet. Folglich treffen auch die Aussagen zur Öffnungszeit und zur Bewirtung nicht mehr zu.

Wanderrouten
Weitlahnerkopf
Gebirge, Berg, Lage, Tal
Chiemgauer Alpen West. Berge zwischen Priental und Tiroler Ache.; Talsohle zwischen Kampenwand und Weitlahnerkopf. Schlechinger Forst.
Hüttentyp, Höhe, Öffentl. Zufahrt
Der Feichten-Kaser ist eine „behirtete Alm“; siehe Anmerkungen unter dem Link zur Haidenholzalm., sie liegt auf 950 m Höhe, eine öffentliche Zufahrt ist nicht möglich. An Wanderwegen ist zunächst der einfache, etwa 4 km lange Aufstieg auf einer guten Schotterstraße aus Mühlau zu nennen. Das bedeutet vor allem, dass viele Besucher den Weg dorthin als kurzen Wanderausflug sehen. Ansonsten sind die Strecken zu nennen, die über die hintere Dalsenalm kommen. Es handelt sich um die Routen von der Kampenwand über die Hofbauernalm, die Aufstiege aus Hainbach (Priental) als Überschreitung oder die Route vom Weitlahnerkopf bzw. Geigelstein, die ich gegangen bin. GPS-Koordinaten: N = 47°44´05´´, E = 12°20´56´´.
Kontaktdaten, Öffnungszeiten, Gastronomie
(ohne Gewähr; es wird dringend empfohlen, Öffnungszeiten bzw. Bewirtschaftung vor der Wanderung aktuell zu erkunden)
Hüttentelefon: Die Alm ist telefonisch nicht erreichbar, ebenso hat sie keine Internetseite.; Internet:
Der Feichten-Kaser ist zur Weidezeit von Juni bis Anfang Oktober geöffnet. Als Wanderverpflegung werden Speck- und Kasbrote und anderes angeboten. Natürlich gibt es auch verschiedene Getränke und einen guten Kaffee, sowie – zumindest an meinen Wandertag – etliche Stück Kuchen, den vier Damen zu ihrem „Hoagascht“ auf der Alm (= geselliges Treffen auf der Bank vor dem Haus) mitgebracht hatten. Möglichkeiten zur Übernachtung gibt es nicht.
Gebäude/Umgebung, Almwirtschaftl. Nutzung
Der Feichten-Kaser ist ein altes, eingeschossiges Gebäude aus Holz, das – deutlich sichtbar – einige Renovierungen hinter sich hat. Es hat einen ostseitigen Giebeleingang mit einer an zwei Seiten angebrachten Veranda und der traditionellen Hausbank. Weitere Sitzmöglichkeiten befinden sich in der anschließenden Gartenfläche, die durch einen Zaun abgetrennt ist. Auf einem Teil der Giebelfront und auf der nördlichen Traufseite lagert Brennholz. Das Milchgeschirr ist ebenfalls auf der Giebelseite abgestellt. Das Gebäude mit dem angebauten Stall liegt am leicht süd- und ostseitig geneigten Hang mit Blick ins Tal.
Der Feichtenkaser auf der vorderen Dalsenalm hält Milchkühe und wohl auch Jungvieh. Die Milch wird wegen der guten Verkehrsanbindung nicht vor Ort verarbeitet, sondern ins Tal gebracht.
Anmerkungen
Mit dem Besuch auf der Dalsenalm hatte ich an diesem Tag ein zweites Mal großes Glück. Ich war darauf eingestellt, dass der Almer den kurzen Weg ins Tal gefahren sei und erst abends zum Melken wieder kommen würde. Aber er war da und als Gäste vier einheimische Damen, die sich zu ihrem Hoagascht trafen und mir erlaubten, dabei zu sein. Was da an Geschichten erzählt wurde, versteht man nur, wenn man – abgesehen vom Dialekt – auch den Hintergrund solcher Erlebnisse versteht. Für mich blieb dabei in Erinnerung, dass das Leben in früherer Zeiten nur selten golden, sondern oft sehr hart und auch ungerecht war. Gleichzeitig zeigen solche Geschichten auch den unglaublichen Lebenswillen der Menschen. Den berühmten Spruch, wonach es „auf der Alm koa Sünd gibt“, nimmt ja sowieso niemand wörtlich.

 

 

 

 

 

 

[Impressum] [Webmaster], Letzte Änderung am 18.11.2018