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Impressionen aus den Bergen

Almen, Hütten

Haidenholzalm


Haidenholzalm

Haidenholzalm – genauer gesagt: „Weberbauer-Kaser“ auf der Haidenholzalm. Neu erbaute Hütte, zu der man nur über ein schmales Holzbrett zum Eingang kommt; man muss also schwindelfrei sein

Wanderrouten
Weitlahnerkopf
Gebirge, Berg, Lage, Tal
Chiemgauer Alpen West. Berge zwischen Priental und Tiroler Ache.; Weitlahnerkopf, Alpbachtal
Hüttentyp, Höhe, Öffentl. Zufahrt
Der Weberbauer-Kaser ist eine „behirtete Alm“, man könnte auch sagen „Einkehralm“, in Tirol würde das „Jausenalm“ heißen. Man kann erwarten, dass diese Alm mit „Lebensmitteln aus eigenem Bestand“ (Käse, Milch, Kuchen, Speck, andere Getränke) den Wanderern aushilft, wenn sie danach fragen. Allerdings kann es sein, dass der/die Almer/in kurzzeitig nicht anwesend ist weil Besorgungen oder Arbeiten im Gelände anstehen., sie liegt auf 1340 m Höhe, eine öffentliche Zufahrt ist nicht möglich. An Wanderzugang gibt es die Strecke von Schleching durch das Alpbachtal. Sie führt weiter in den riesigen Bergkessel zwischen Weitlahnerkopf und den Bergen nördlich des Geigelsteins, darunter auch der Aufstieg zur Rossalm. Am Aufstieg aus dem Tal kann man im unteren Teil einige Varianten wählen, um dem etwas holprigen Steig durch ein Waldstück auszuweichen. GPS-Koordinaten: N = 47°43´12´´, E = 12°21´03´´.
Kontaktdaten, Öffnungszeiten, Gastronomie
(ohne Gewähr; es wird dringend empfohlen, Öffnungszeiten bzw. Bewirtschaftung vor der Wanderung aktuell zu erkunden)
Hüttentelefon: Die Alm ist telefonisch nicht erreichbar, ebenso hat sie keine Internetseite.; Internet:
Der Weberbauer-Kaser ist zur Weidezeit von Anfang (Mitte) Juni bis Ende September geöffnet. Einen Ruhetag gibt es in dieser Zeit nicht. An Verpflegung sind die üblichen almtypischen Speisen, wie Kas- und Speckbrot, verschiedenes andere und etliche Getränke zu günstigen Preisen angeboten. Möglichkeiten zur Übernachtung gibt es nicht.
Gebäude/Umgebung, Almwirtschaftl. Nutzung
Das Gebäude ist erst vor etlichen Jahren neu erbaut worden, nachdem das alte ins Glentleiten-Museum gekommen ist. Es ist ein langer, in Ost-West-Richtung erstellter, gemauerter Bau. Die Giebelseite mit dem Vouhaagl unter einem breiten Dachüberstand liegt an der Ostseite. Dort sind auch einige Sitzmöglichkeiten für Wanderer. An der Westseite führt ein breites Tor zu den hinteren Wirtschaftsräumen. Eine Besonderheit ist der Zugang. Er führt an der südlichen Traufseite vorbei und man muss dabei ein Holzbrett überqueren, das auf etwa fünf Meter die Geländeaussparung zu einem Kellerfenster überspannt. Fernsicht besteht nach Osten, vom Hochgern bis in die Berchtesgadener und Loferer Berge.
Auf der Alm stehen Kälber und Kalbinnen.
Anmerkungen
Als ich den Schotterweg hoch kam, sah ich drei Gebäude, nämlich – wie ich dann im Gespräch erfuhr – zwei behirtete Kaser und einen Stall. Ich beschloss, es an der östlichen Hütte zu versuchen, weil ich auf die Entfernung ein Schild ausmachte, von dem ich glaubte, darauf „Brotzeit – Getränke“ lesen zu können. Erst musste ich auf einem Balken über einen Graben, dann noch mal am Haus entlang auf einem weiteren Brett eine Geländeaussparung (Kellereingang) überqueren, um zum Vouhaagl zu kommen. Was dann folgte war ein sehr gutes, längeres Gespräch mit dem Eigentümer der Hütte bei einem Radler (siehe Anmerkung im Tourenbericht), von dem ich so einiges über die Entwicklung, Aufgaben und Anforderungen in der Almwirtschaft erfuhr. Ich hatte auf meinen Wanderrouten schon etliche recht informative Gespräche mit Almern (und jungen Almerinnen natürlich), dieses aber werde ich nicht vergessen.

 

 

 

 

 

 

[Impressum] [Webmaster], Letzte Änderung am 18.11.2018