Logo Bergwandern

Bergwandern für Senioren

Impressionen aus den Bergen

Almen, Hütten

Königsalm


Königsalm

Königsalm – auf den Spuren der Kaiserin Sissi. Wunderschöne, traditionsreiche Alm in den Tegernseer Bergen, ein bekanntes und viel besuchtes Wanderziel. Sie hat ihren Namen nicht zu Unrecht. Im Bild: „Kavaliersbau“, der den Gastronomieteil und die Unterkunft des Almpersonals enthält (Stand: September 2017)

Wanderrouten
Schildenstein, Predigtstuhl
Gebirge, Berg, Lage, Tal
Bayerische Voralpen, Tegernseer Berge; westlich von Kreuth, am Aufstieg zum Schildenstein bzw. zu den Blaubergen.
Hüttentyp, Höhe, Öffentl. Zufahrt
Die Königsalm ist eine Jausenstation, sie liegt auf 1115 m Höhe, eine öffentliche Zufahrt ist nicht möglich. Adresse (unpräzise): Königsalm, D-83708 Kreuth. Koordinaten: N = 47.602271, E = 11.711839; Geographische Daten: N = 47°36´08.2´´, E = 11°42´42.6´´; UTM-Daten: Z = 32T, E = 703834, N = 5275659; Gauß-Krüger: R-E = 4478437.603, H-N = 5273803.689. Zur Alm führen zwei wichtige Wanderrouten: zum einen von Wildbad Kreuth aus über die Geißalm , zum anderen von Klamm aus über die Naturrodelbahn (Versorgungsweg), das weiter westlich im Tal der Weissach liegt. Nach oben führt im Grunde nur eine Route, nämlich über das Graseck zum Schildenstein und zu den übrigen Blaubergen u.a. Halser Spitze und weiter zur Blaubergalm.
Kontaktdaten, Öffnungszeiten, Gastronomie
(ohne Gewähr; es wird dringend empfohlen, Öffnungszeiten bzw. Bewirtschaftung vor der Wanderung aktuell zu erkunden)
Hüttentelefon: +43 151 5011 2686 (Hütte); eine eigene Internetseite ist nicht bekannt.; Internet:
Die Königsalm hat von Mitte Juni bis Ende September geöffnet, der Dienstag ist der Ruhetag. Es gibt die übliche Almverpflegung mit täglich wechselnden Hauptgerichten zu günstigen Preisen. Dazu kommen natürlich alle denkbaren Getränke, sowie Kaffee und Kuchen. Die Zutaten für die Gerichte stammen weitgehend aus der Region bzw. von der Alm selbst. Übernachtungen sind nicht möglich.
Gebäude/Umgebung, Almwirtschaftl. Nutzung
Die Alm besteht im Grunde aus zwei beeindruckenden Gebäuden. Vom sog. Kavaliersbau ist bekannt, dass er Kaiser und Könige beherbergt hat, welche die Alm öfter besucht und in dem prächtigen Bau wohl auch eine angemessene Unterkunft gefunden haben (verbürgt ist u.a. der Besuch von Kaiserin Sissi am 20. Juli 1887). Heute sind in dem Prachtbau die Wohnung des Personals und die Küche untergebracht. Es ist ein fast quadratischer Bau mit einem gemauerten Sockel und einem vollen ersten Stock mit Dach. Beide sind aus Holz. Der Haupteingang befindet sich in der Giebelseite des Sockelbaus. Zusätzlich gibt es noch eine Außentreppe, die an der nördlichen Traufseite direkt ins 1. Obergeschoss führt. Daneben steht der fast 50 m lange Holzbau, der die Stallungen für das Vieh und ein nicht mehr genutztes Matratzenlager beherbergt. Dazwischen gibt es eine große Fläche, die als Biergarten genutzt ist. Die Alm liegt am Rande einer großen, leicht nach Süden und Osten geneigten Weidefläche. In unmittelbarer Nähe fließt der Klammgraben vorbei und sorgt mit seinem hörbaren Plätschern für eine besondere Bergatmosphäre. Die Fernsicht geht lediglich nach Osten zu den Blaubergen.
Die Königsalm ist vor allem mit Jungvieh bestückt (bestoßen), aber auch einige Kühe gibt es dort, die sich auf den weitläufigen Almwiesen aufhalten. Im Spätsommer kommen sogar noch die Tiere der Geißalm hinzu.
Anmerkungen
Die Königsalm ist zweifellos das Aushängeschild der Almhütten südwestlich vom Tegernsee, obgleich sie relativ wenig für das eigene Image tut (es gibt keine Internetseite). Der repräsentative Kavaliersbau erinnert mehr an ein adeliges Jagdschloss als an eine Alm. Die Hütte ist zwar mit etwas langen, aber guten Anmarschwegen erreichbar und erfüllt alle Voraussetzungen die man von einer Alm erwartet: typische Almverpflegung, schöne Gebäude, einen großen bestuhlten Almhof auf dem man mit anderen Gästen schnell ins Gespräch kommt, viele Jungtiere und sogar ein paar Kühe, die sich im malerischen Gelände aufhalten. Wer nur wenig in den Bergen wandert, wird nach dem dortigen Besuch mit dem guten Gefühl wieder ins Tal absteigen, endlich mal auf einer richtigen Alm gewesen zu sein.

 

 

 

 

 

 

[Impressum] [Webmaster], Letzte Änderung am 18.11.2018