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Impressionen aus den Bergen

Almen, Hütten

Bichler Alm Benediktenwand


Bichler Alm Benediktenwand

Bichler Alm – im Schatten der Benediktenwand. Nein – falsch, nicht im Schatten, sondern an der sonnigen Südseite ziemlich weit oben. Wunderbar liegende und leistungsfähige Brotzeitalm, erbaut in der seltenen Form des Zwiehofes mit einer kleinen Hütte und einem deutlich größeren Stall. Es ist meines Wissens die einzige Einkehrmöglichkeit an der Südseite der Benediktenwand, sieht man von der weit im Westen liegenden Lainlalm und der AV-Selbstversorgerhütte Scharnitzalm ab. Der Namenszusatz „Benediktenwand“ ist nötig, um Verwechslungen mit anderen „Bichleralmen“ zu vermeiden (Stand: Oktober 2019)

Wanderrouten
Almentour Brauneck
Gebirge, Berg, Lage, Tal
Bayerische Voralpen, Bergmassiv Brauneck/Isarwinkl,; westlicher Teil dieses Massivs, südlich der Benediktenwand. Dort gibt es etliche sehr große freie Almflächen; auf einer davon steht die Bichler Alm.
Hüttentyp, Höhe, Öffentl. Zufahrt
Die Bichler Alm ist eine Brotzeitalm, sie liegt auf 1430 m Höhe, eine öffentliche Zufahrt ist nicht möglich. Adresse (unpräzise): Altweibersteig D-83676 Jachenau. Koordinaten: N = 47.646231, E = 11.473719; Geographische Daten: N = 47°38´46.4´´, E = 11°28´25.4´´; UTM-Daten: Z = 32T, E = 685781, N = 5279946; Gauß-Krüger: R-E = 4460564.937, H-N = 5278785.241. Hinsichtlich der Wanderstrecken bildet die Alm eine Kreuzung. Da ist zunächst der längere, aber technisch sehr einfache Aufstieg aus Jachenau/Petern über den Langenecksattel zu erwähnen. Kurz vor der Tanneralm teilt sich dann die Route und führt als Versorgungsweg direkt zur Bichler Alm oder in einem Bogen von Westen hoch. In Richtung Benediktenwand gibt es den „Altweibersteig“ (der aber alles andere als ein Steig für alte Weiber ist). Nach Osten führt dann der von uns gegangene Steig über die Scharnitz- und Krottenalm zum Brauneck.
Kontaktdaten, Öffnungszeiten, Gastronomie
(ohne Gewähr; es wird dringend empfohlen, Öffnungszeiten bzw. Bewirtschaftung vor der Wanderung aktuell zu erkunden)
Hüttentelefon: +49 8043 230 9540 (Alm), +49 8043 237 (Hof im Tal); eMail: mpichlmayr@gmx.de ; Internet: www.bichler-alm.de
Die Bichleralm hat in der Sommersaison geöffnet. Sie beginnt Mitte Mai zunächst mit Öffnungen an den Wochenenden (Fr-So). Ab Anfang Juni hat sie dann durchgehend geöffnet bis Oktober („bis der Schnee das beendet“). In dieser Zeit gibt es einen Ruhetag am Dienstag. Die tägliche Öffnung beginnt in der Vorsaison und im Oktober ab 10:00 Uhr und geht bis 16:00 Uhr. In Hauptsaison geht es etwas früher los und dauert zwei Stunden länger. Zur Verpflegung sind die üblichen Almspeisen, also verschiedene Speck- und Kasbrote angeboten, zusammen mit vielerlei Getränken. Das Angebot ist aber noch erweitert auf Leberkäs mit Ei oder Strammer Max. Zusätzlich hält die Almerin mehrere, täglich frisch gebackene Kuchen und Kaffee bereit. Möglichkeiten zur Übernachtung gibt es nicht.
Gebäude/Umgebung, Almwirtschaftl. Nutzung
Die Bichler Alm besteht aus zwei Gebäuden: dem kleineren Wohngebäude (etwa 30 m2) und dem deutlich größeren Stall. Das Wohngebäude ist gemauert und weiß verputzt, ebenso der Stall. Es hat die Giebelseite mit dem Eingang nach Süden, der Kamin befindet sich an der östlichen Außenseite. Im Dach scheint es zumindest Schlafmöglichkeiten für das Personal zu geben. Das Giebeldach steht weit über und der Eingang ist zusätzlich durch ein weiteres Dach geschützt. Daran schließt sich der mit Steinplatten belegte und mit schönen Holzstangen abgegrenzte Vouhaagl an. Ein massiver Holztisch (Stammtisch) steht darauf und stellt den idealen Platz für die Fernsicht dar. Ich könnte mir vorstellen, dass dort der Eigentümer selbst öfter mal sitzt und zufrieden in die Umgebung blickt. Natürlich gibt es noch weitere Tische und Stühle für Gäste in anschließenden Hofraum. Eine PV-Anlage auf dem Dach des Stalles sorgt für elektrischen Strom. Die Möglichkeit für Fernblicke auf der mittelsteilen, offenen Fläche sind das Markenzeichen der Bichler Alm; man könnte sage, sie thront „erhaben“ weit oben am Berg. Vermutlich pfeift aber auch der Wind beizeiten gehörig über die Kuppe, denn das Dach ist mit Stahlseilen gesichert.
Auf der Alm steht zur Weidezeit im Sommer das Jungvieh, früher vermutlich auch Milchkühe.
Anmerkungen
Auf der Bichleralm stehen zwei Kaser, beide in Form des Zwiehofes erbaut. Der östliche davon – der Egger-Kaser – dient der Bergwacht als Stützpunkt. Der westliche – die Bichler Alm - ist klassisch als bestossene Alm mit Einkehr genutzt. Die Südseite der Benediktenwand war schon immer ein Wanderziel von mir. Ich hatte geahnt, dass dort der Blick nach Süden hervorragend sein müsste; man kann das vom Hirschhörnlkopf aus gut sehen. Nachdem ich auch noch in Erfahrung brachte, dass man auf der Bichler Alm einkehren könne – was ich lange nicht wusste – reifte eine Tour dorthin ganz konkret. Und ich muss sagen, es hat sich gelohnt. Wer sich auf der Alm für eine Brotzeit hinsitzt, der hat einen weiten Weg hinter sich. Es kommen also nur wirkliche Berggeher dort hinauf, das spürt man.

 

 

 

 

 

 

[Impressum] [Webmaster], Letzte Änderung am 24.10.2019