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Impressionen aus den Bergen

Almen, Hütten

Geitauer Alm


Geitauer Alm

Geitauer Alm – „Almkäserei“ steht auf den Wegweisern im Tal und entlang des Aufstiegsweges. Schilder mit der Aufschrift „Milch“, „Butter“, „Käse“ an der Wand der Almhütte bestätigen den Sachverhalt. All das kann der Wanderer auf der Geitauer Alm bekommen, natürlich neben einigen anderen Speisen und Getränken (Stand: Juli 2018)

Wanderrouten
Heißenplatte
Gebirge, Berg, Lage, Tal
Bayerische Voralpen, Untergruppe: Mangfallgebirge Süd; südwestlich von Geitau im Leitzachtal, nach Osten offener Talkessel zwischen Kleinmiesing, Aiplspitz und Heißenplatte.
Hüttentyp, Höhe, Öffentl. Zufahrt
Die Geitauer Alm ist eine klassische Jausenalm, sie liegt auf 1330 m Höhe, eine öffentliche Zufahrt ist nicht möglich. Adresse (unpräzise): Geitauer Alm, D-83735 Bayerischzell. Koordinaten: N = 47.677413, E = 11.932120; Geographische Daten: N = 47°40´38.7´´, E = 11°55´55.6´´; UTM-Daten: Z = 32T, E = 720074, N = 5284612; Gauß-Krüger: R-E = 4495009.345, H-N = 5282120.187. Der Nordaufstieg von Geitau zum Aiplspitz ist zweifelsohne der Hauptwanderweg. Er hat weiter oben eine Abzweigung, die nach Westen zur Benzingalm und Jägerbauernalm führt. Beides erfordert aber schon ordentliche Kondition und auch etwas Bergerfahrung. Die Kammüberschreitung oberhalb der Alm ermöglicht aber auch einen Abstieg nach Aurach. Die von mir gegangene Strecke zur Heißenplatte ist eine absolute Nebenroute. Das sieht man schon daran, dass sie weitgehend weglos ist und trotz der guten Aussicht auf dem Gipfel der Heißenplatte nur wenig gegangen wird. Weitere offizielle Wanderrouten gehen nicht über die Alm.
Kontaktdaten, Öffnungszeiten, Gastronomie
(ohne Gewähr; es wird dringend empfohlen, Öffnungszeiten bzw. Bewirtschaftung vor der Wanderung aktuell zu erkunden)
Hüttentelefon: +49 8023 402; eMail: hausandrea@t-online.de Diese Nummer bzw. eMail-Adresse führen zur Pension „Haus Andrea“ in Geitau, der Talstation der Almerin Elisabeth. Gleiches gilt für die Internetadresse. Dort kann man aktuelle Informationen zur Öffnung der Alm usw. bekommen. ; Internet: www.hausandrea.net
Die Alm ist in der Weidezeit von Mitte Juni bis Ende September geöffnet. Ein wenig hängt das natürlich vom Futterangebot ab, das die Tiere dort oben finden. Einen speziellen Ruhetag hat die Almerin nicht, sie muss ja täglich melken. Es kann aber sein, dass sie kurzzeitig im Gelände unterwegs ist, um ausgebüxte Jungtiere wieder einzufangen, oder dass sie im Tal etwas besorgt. Zur Verpflegung für die Wanderer zählen vor allem die eigenen Milchprodukte, aber auch Speckbrot, Bier, Säfte und Wasser. Verschiedene Käsearten gibt es auch zum Mitnehmen. Übernachtungen sind auf der Alm selbst nicht möglich; das kann man in den Gästezimmern in der Pension im Tal. Aber auch das zweite Haus, die von mir „Kloster-Kaser“ genannte Hütte kann als Ganzes über das Kloster Scheyern bei Pfaffenhofen/Ilm gemietet werden. Übrigens: vom 3. – 5. August 2018 findet ein großer Event mit Bergmesse auf der Alm statt, das vom Kloster organisiert wird. Näheres siehe www.kloster-scheyern.de
Gebäude/Umgebung, Almwirtschaftl. Nutzung
Die Almhütte ist ein mit Bruchsteinen gemauertes und weiß verputztes Gebäude mit einem Dachaufsatz aus Holz. Die 250 Jahre alte Hütte ist natürlich mehrfach renoviert und mit kleinen Anbauten versehen worden. Unter anderem wurde das Dach an der nördlichen Giebelseite verlängert und überdeckt jetzt den etwa 2 m tiefen und sich über die ganze Giebelseite erstreckenden Vouhaagl. Er ist mit Holzdielen belegt, mit Holzbalken abgegrenzt und mit zwei massiven Holztischen und Bänken bestuhlt. Der Eingang befindet sich in der Mitte des Giebels, flankiert von zwei ungewöhnlich kleinen Fenstern. Weitere Tische und Bänke befinden sich an der östlichen Traufseite. Im Anschluss an den Wohntrakt und die Käserei befindet sich der Stall. Das Dach ist mit Holzschindeln abgedeckt und weist noch Dachrinnen aus Holz auf. Das Gebäude steht in einer durch Ausgrabung entstandenen kleinen Ebene im steilen Osthang. Etwa 50 Meter weiter bergwärts befindet sich die zweite Hütte. Fernsicht besteht nach Osten ins Leitzachtal, insbesondere zum gegenüber liegenden Wendelstein und natürlich zu den mächtigen Bergen im Rücken.
Auf der Alm stehen den Sommer über einige Kühe und natürlich Jungvieh verschiedenen Alters und Rassen. Die täglich anfallende Milch wird an Ort und Stelle zu Käse verarbeitet.
Anmerkungen
Der riesige Talkessel nördlich des Aiplspitz ist nur ein Durchstieg für all diejenigen Wanderer, die weiter nach oben wollen. Sie werden die Alm wohl wahrnehmen, selten aber Rast machen, geschweige denn ein Stück Käse auch mitnehmen. Und sie werden auch kaum mitbekommen, durch welche Besonderheiten sie sich auszeichnet. Es ist eine der wenigen oberbayerischen Almen, die den Käse auf der Alm noch herstellt und ihn als klassische Jausenalm an die Wanderer abgibt. Eine weitere Besonderheit ist ihre Energieversorgung. Die Melkmaschine und die Geräte in der Käserei (Warmwasserbereitung) benötigen einige Energie, die die Alm über eine eigene, kleine Wasserturbine gewinnt, ergänzt durch ein Notstromaggregat. Es kann im Bedarfsfall zugeschaltet werden. Obwohl der Talkessel im Lee der anziehenden Regenwolken ist, hat die Alm stets genügend und gutes Wasser. Das gilt für die weiter talwärts liegenden Bäche nicht immer, sie sind zuweilen trocken.

 

 

 

 

 

 

[Impressum] [Webmaster], Letzte Änderung am 18.11.2018