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Almen, Hütten

Ramsauer Alm


Ramsauer Alm

Ramsauer Alm – Überraschungs-Jausenalm am Schwarzenberg/Oberaudorf, das etwas versteckte Ziel von Wanderungen im östlichen Mangfallgebirge. Sie ist fast nur Eingeweihten ein Begriff, sozusagen also ein Geheimtipp, zu dem sich der Aufstieg allemal lohnt (Stand: August 2016)

Wanderrouten
Schwarzenberg Oberaudorf
Gebirge, Berg, Lage, Tal
Bayerische Voralpen, Mangfallgebirge Ost; Oberaudorf/Kiefersfelden, Südhang in Gipfelnähe am Schwarzenberg.
Hüttentyp, Höhe, Öffentl. Zufahrt
Die Ramsauer Alm ist eine Jausenalm, sie liegt auf 1090 m Höhe, eine öffentliche Zufahrt ist nicht möglich. Adresse: Ramsauer Alm, Ramsau 1, 83088 Kiefersfelden. Koordinaten: N = 47.639967, E = 12.140730; Geographische Daten: N = 47°38´23.9´´, E = 12°08´26.6´´; UTM-Daten: Z = 33T, E = 285240, N = 5280247. Es gibt zwei bzw. drei Wanderwege, die zur Ramsauer Alm führen. Der Aufstieg auf der steilen Versorgungsstraße aus Süden (über Mühlau), der Aufstieg vom Hocheck (Bergstation der Seilbahn) aus, der sicher der einfachste und damit häufig begangenen Wege ist bzw. die Westvariante dieser Strecke ab Buchau. Von der Alm führt ein steiler Steig zum Gipfel des etwa 100 Meter höheren Schwarzenberges. Etwas weiter entfernte Wandergebiete sind im Westen der Brünnstein mit der Himmelmoosalm und im Südosten der Nußlberg mit der unteren Gießenbachklamm.
Kontaktdaten, Öffnungszeiten, Gastronomie
(ohne Gewähr; es wird dringend empfohlen, Öffnungszeiten bzw. Bewirtschaftung vor der Wanderung aktuell zu erkunden)
Hüttentelefon: +49 8033 3798 (Hütte, Familie Gruber). Eine eigene Internetseite ist nicht bekannt.; Internet:
Die Ramsauer Alm hat in der Weidezeit von Ende Mai bis Mitte Oktober zu üblichen Tageszeiten geöffnet. Einen Ruhetag gibt es in dieser Zeit nicht. Allerdings kann man nicht sicher sein, ob sie bei schlechtem Wetter tatsächlich geöffnet ist (im Zweifelsfall anrufen). Im Verpflegungsangebot sind Almspeisen, vorwiegend Brotzeiten und übliche Getränke, natürlich bis hin zu einem sauguaten Willi. Übernachtungen sind möglich, aber nur für Gruppen. Im Matratzenlager finden bis zu 40 Personen Platz, die auf Anmeldung dort verpflegt und untergebracht werden können. Der Almeigner sorgt auch für den Transport von Gepäck.
Gebäude/Umgebung, Almwirtschaftl. Nutzung
Das Hauptgebäude ist ein gemauerter Bau mit einem Dachaufbau aus Holz, der als Matratzenlager genutzt werden kann. Er stammt aus den 40er Jahren und diente damals wohl ls Hauptstützpunkt der Almwirtschaft einschließlich Gewinnung und Verarbeitung der Milch; derzeit ist die Hütte in gutem Renovierungszustand. Der Giebel mit dem mittigen Eingang weist nach Osten, das überstehende Dach stützt den Vouhaagl, der als Form einer Terrasse sich auch noch an die südliche Traufseite erstreckt. In diesem Teil ist für die Gäste bestuhlt, wiewohl auch noch in der Hütte eine Gaststube eingerichtet ist. Das Gebäude steht in einer kleinen Mulde am Südhang des Berges. In nur geringer Entfernung nach Norden und Westen beginnt der Wald. Fernsicht der besonderen Art besteht nach Osten in den Kaiserwinkl mit seinen nördlichen und südlichen Bergen (Chiemgauer Berge bzw. Kaisergebirge). Aber auch nach Süden geht der Blick im Nahbereich zum Pendling und weiter dann über die Hohe Salve zu den Kitzbühler Bergen.
Auf der Alm stehen Jungtiere der Rasse Braunvieh; sie sind kleiner, leichter und genügsamer als Fleckvieh und schonen daher die Grasnarbe weitaus besser. In früheren Zeiten standen auch Kühe auf der damals noch wesentlich größeren, beweidbaren Almfläche.
Anmerkungen
Da oder dort habe ich schon mal davon gehört, dass man auf der Ramsauer Alm einkehren kann; bekannt wie ein bunter Hund ist sie aber keineswegs. Dabei ist der Aufstieg von der Seilbahn am Hocheck zwar kein Spaziergang, aber auch für weniger Bergerfahrene kein besonderes Problem. Und wenn man auch noch zum Gipfel weitergeht, wird es eine komplette Tour. Vielleicht hat das mit der besonderen Geschichte und Entwicklung der Alm zu tun: vor Jahrzehnten war die offene Weidefläche deutlich größer, ehe sich der Wald Zug um Zug das Gelände eroberte. Bei genauem Hinsehen erkennt man, dass der Anteil des Weidewaldes noch recht groß ist. Vermutlich hat man irgendwann auf den Auftrieb der Milchkühe verzichtet. Das verbleibende Jungvieh konnte die Flächen nur mehr teilweise nutzen, so dass der Wald freie Bahn bekam. Diese Entwicklung gibt es bedauerlicherweise auf vielen Almen. Sie sind ganz besonders auch für den Tourismus sehr nachteilig – nur im Wald wandern ist langweilig! Es bleibt zu hoffen und wünschen, dass auf der Ramsauer Alm diese Entwicklung gestoppt ist und die Wanderer dorthin gerne aufsteigen. Ausreichende Gründe dafür sind die guten Brotzeiten und die phantastische Fernsicht. Wer mit dem freundlichen Almer ins Gespräch kommt, wird zudem einiges über Land und Leute erfahren.

 

 

 

 

 

 

[Impressum] [Webmaster], Letzte Änderung am 18.11.2018