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Glashütte


Glashütte

Glashütte (Kreuth) – Traditionsgasthaus nahe der Grenze Bayern/Tirol in den Tegernseer Bergen; „es weht dort fast schon Tiroler Luft“. Wilderer, Schmuggler und Räuber kommen nicht mehr vorbei – zumindest erkennt man keinen mehr als solchen (Stand: Dez 2015)

Wanderrouten
Hochalm
Gebirge, Berg, Lage, Tal
Bayerische Voralpen, Tegernseer Berge; südwestlich von Kreuth im Weißachtal, direkt an der B 307, nahe der Grenze „Achenpass“.
Hüttentyp, Höhe, Öffentl. Zufahrt
Die Glashütte ist ein altbayerischer Gasthof, er liegt auf 899 m Höhe, eine öffentliche Zufahrt ist möglich. Adresse: Glashütte 28, 83708 Kreuth. Koordinaten: N = 47.612396, E = 11.651212; Geographische Daten: N = 47°36´44.6´´, E = 11°39´04.3´´; UTM-Daten: Z = 32T, E = 699239, N = 5276627. Direkt im Hof der Gaststätte stehen genügend Parkplätze zur Verfügung. Vom Weißachtal aus starten mehrere Wanderrouten nach Süden und Norden. Die nächsten beiden sind die Aufstiege zur Hochalm (westlich) oder zum Roßstein/Buchstein (östlich). In geringer Entfernung zum Gasthaus beginnt auch der Westaufstieg zum Schildenstein und in die Blauberge. In meiner Liste zähle ich den Gasthof zur Tour „Hochalm“ (siehe Link), obwohl er nicht direkt an der Strecke liegt. Ich kehrte nach der Tour dort ein und andere machen das sicher auch.
Kontaktdaten, Öffnungszeiten, Gastronomie
(ohne Gewähr; es wird dringend empfohlen, Öffnungszeiten bzw. Bewirtschaftung vor der Wanderung aktuell zu erkunden)
Hüttentelefon: +49 8029 569 (Gasthof); Internet: www.gasthof-glashuette-kreuth.de
Der Gasthof ist ganzjährig geöffnet mit Ruhetagen am Montag und Dienstag. Außerdem sind im November Betriebsferien. Die warme Küche hat durchgehend von 12:00 bis 21:00 Uhr geöffnet. Das Angebot auf der täglich wechselnden Hauptkarte ist eine Mischung aus Bayerischen und Tiroler Spezialitäten, darunter natürlich auch Schweinsbraten mit Kartoffelknödel, Spinatknödel und Kaiserschmarrn, sowie Wild und Fisch. Dazu kommen für die kurze Einkehr vielerlei Brotzeiten, sowie Kaffee und Kuchen. Die Getränkekarte bietet vom Bier und Wein bis zu den Säften, Wässern und Mixgetränken alles was das Herz begehrt. Und wie es sich für ein Gasthaus im Gebirge gehört, gibt es auch Milch. Die leistungsfähige Küche und die Bedienungen arbeiten sehr professionell und freundlich. Übernachtungen sind nicht möglich.
Gebäude/Umgebung, Almwirtschaftl. Nutzung
Das Gasthaus ist ein großes, zweigeschossiges Gebäude mit ausgebautem Dach. Die Giebelseite mit dem mittigen Eingang (klassischer Tiroler Baustil) zeigt nach Süden, direkt an eine kleine Straße, die nur in 50 Meter Entfernung von der Bundesstraße abzweigt. Links und rechts des durgehenden Mittelganges liegen Gaststube und Nebenzimmer, sowie direkt anschließend die Küche, Sanitärräume und Nebenräume. Die Gaststuben sind rustikal möbliert mit Holztischen und Doppel-Holzbänken; der Jahreszeit entsprechend sind die Stuben sehr freundlich dekoriert. Vor dem Haus gibt es weitere Sitzmöglichkeiten, die bei schönem Wetter auch im Winter Nutzung finden. Zwischen Haus und Bundesstraße gibt es einen großen Parkplatz. Im Westen steht die schmucke Barockkirche „Mariä Himmelfahrt“ mit der Hl. Anna und Hl. Notburga als Patroninnen (Kirche war leider nicht geöffnet). Glashütte ist ein kleines Dorf und hat noch sichtbare Zeichen dieses Status (mehrere andere Häuser, Aushangtafel mit Gemeindeinformationen, gemeinschaftlicher Brotbackofen u.a. mehr).
Der Gasthof ist ausschließlich gastronomisch genutzt.
Anmerkungen
Grenznahe Gasthöfe – die Grenze Achenpass ist nur noch drei Kilometer entfernt – hatten immer eine große Bedeutung als Treffpunkt unterschiedlichster Personengruppen, wohl schon seit mehr als 1000 Jahren. Die Strecke ist ein einfacher und daher gut frequentierter Übergang über die Alpennordkette ins Inntal, der als Ausweichroute zur Inntalautobahn große Bedeutung hat. Kirche und Adel (aktuell das Haus Wittelsbach), das waren abwechselnd die Eigentümer dieses strategisch wichtigen Hauses bis heute. Ehrbare Leute und Gesindel gingen dort aus und ein, mehrfach gab es Verwüstungen und Brände. Auch jetzt noch kommen die Menschen aus fern und nah, aber nur noch um dort zu speisen. Gut Essen und Trinken für jedermanns Geldbeutel, das hat sich der Gasthof über seine lange, abenteuerliche Geschichte erhalten und das wird wohl auch so bleiben.

 

 

 

 

 

 

[Impressum] [Webmaster], Letzte Änderung am 18.11.2018