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Almen, Hütten

Reindleralm


Reindleralm

Reindleralm – die Hütte im weitläufigen Sattel zwischen Wendelstein und Hochsalwand. Die nette Almerin Elisabeth verbringt den ganzen Sommer mit ihrem Kalbinnen auf dem Berg (Stand: Oktober 2018)

Wanderrouten
Hochsalwand
Gebirge, Berg, Lage, Tal
Bayerische Voralpen, Mangfallgebirge Ost; nördliches Wendelsteingebiet, Übergang zur Hochsalwand
Hüttentyp, Höhe, Öffentl. Zufahrt
Die Reindleralm ist eine „behirtete Alm“, in Tirol würde man „Jausenstation“ dazu sagen. , sie liegt auf 1434 m Höhe, eine öffentliche Zufahrt ist nicht möglich. Adresse (unpräzise): Reindleralm, D-83098 Brannenburg. Koordinaten: N = 47.710961, E = 12.013491; Geographische Daten: N = 47°42´39.5´´, E = 12°00´48.6´´; UTM-Daten: Z = 33T, E = 275988, N = 5288496; Gauß-Krüger: R-E = 4501118.771, H-N = 5285848.043. An Wanderwegen gibt es den Versorgungsweg, der von Brannenburg über die Mailalm kommt. Er dient als Route für den Abstieg vom Wendelstein ins Tal. Zum Wendelstein führt ein Steig über das Schotterfeld zur Zeller Scharte. Aus Osten kommt die Route von der Hochsalwand, die auch eine Verbindung über den Steig zur Rampoldplatte bzw. zur Lechneralm hat. Nach Westen führt die Umgehung des Wendelstein vorbei mit einer Abzweigung durch die Weiße Wand ins Jenbachtal („Pfad der hundert Serpentinen“, kein offizieller Name, von mir so getauft!).
Kontaktdaten, Öffnungszeiten, Gastronomie
(ohne Gewähr; es wird dringend empfohlen, Öffnungszeiten bzw. Bewirtschaftung vor der Wanderung aktuell zu erkunden)
Hüttentelefon: +49 8034 646 (Ederer-Hof in Brannenburg, zu dem die Alm gehört); eMai: cj.steer@t-online.de; Internet: www.ederer-bauernhof.de/die-reindler-alm.html
Die Reindleralm hat in der Zeit von Mitte Mai bis Anfang Oktober ohne Ruhetag geöffnet, „sofern das Wetter keinen Strich durch die Rechnung macht“ und sofern es die sonstige Arbeit der Almerin zulässt, die Gäste zu bewirten. Es gibt die üblichen almtypischen Speisen, also Speck- und Kasbrote und verschiedene Getränke. Buttermilch hat die Almerin keine, da nur Jungtiere auf der Weide stehen, die nicht gemolken werden. Möglichkeiten zur Übernachtung bestehen auf der Alm nicht, auf dem Hof aber gibt es eine Ferienwohnung.
Gebäude/Umgebung, Almwirtschaftl. Nutzung
Die Reindleralm liegt in der kleinen Ebene westlich der Hochsalwand. Sie besteht aus zwei Gebäuden, nämlich aus dem Wohn/Wirtschaftsgebäude und einem separatem Stall. Das Hauptgebäude ist gemauert und hat ein ausgebautes Dach. Wände und Dach sind neu renoviert, auch der Stall ist renoviert. Die Giebelseite mit dem Eingang und dem Vouhaagl ist nach Osten gerichtet. Für die Gäste stehen zwei große Tische mit Bänken zur Verfügung. Eine kleine Photovoltaikanlage liefert etwas Strom, „zumindest so viel, dass man das Handy aufladen kann“. Fernsicht besteht vor allem zum Wendelstein mit etlichen Teilen der Bergbahntrasse, sowie zu den östlichen Bergen, namentlich Hochsalwand, Soinwand und Wildalpjoch. Aber auch der westliche liegende Breitenstein ist zu sehen.
Auf den Weideflächen zwischen Wendelstein und Hochsalwand stehen Jungrinder, die zum Teil hoch trächtig sind. Außerdem hält die Alm auch noch Schafe und Ziegen auf ihrer Fläche.
Anmerkungen
Die Reindleralm ist jene Hütte, die man vom Rundgang am Wendelstein aus sehen kann. Sie liegt nördlich dieses Berges, etwa 450 Meter tiefer. Einige Wegweiser führen als Teil des Fußweges nach Brannenburg über die Alm. Das nützen auch etliche Personen mit einem Besuch, die mit Almen keine Erfahrung haben und sind enttäuscht, wenn sie kein reguläres Gasthaus antreffen. „Behirtete Almen“ dienen in erster Linie als Teil eines landwirtschaftlichen Betriebes dazu, zusätzlich Futter zu gewinnen, das auf den Flächen im Tal nicht genügend wächst. Dazu kommt vor allem Jungvieh – manchmal auch Milchkühe und andere Tierarten – den Sommer über zur Weide auf den Berg. Die Bewirtung von Wanderern ist eine Nebensache, derer die Almerinnen und Almer gerne nachkommen, wenn es ihnen die Zeit erlaubt. Das sollte man als Wanderer bedenken und sich freuen, wenn jemand da ist, der einen mit almtypischen Speisen und Getränken aus den eigenen Vorräten auf Nachfrage versorgt. Ansonsten ist die Hütte ein privates Haus, in das man ohne Erlaubnis nicht eintritt. Äußerst ärgerlich und frustrierend für das Almpersonal ist es, wenn Wanderer sich aufführen als hätten sie den Verstand im Tal gelassen. Absolut unverständlich ist es z.B. wenn sie ihren Hund im Brunnentrog baden, aus dem die Tiere saufen müssen. Wasser ist auf manchen Almen ein sehr kostbares Gut und muss oft mühsam angeschleppt werden. Es auf derartige Weise zu verunreinigen ist absolut unmöglich.

 

 

 

 

 

 

[Impressum] [Webmaster], Letzte Änderung am 18.11.2018