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Impressionen aus den Bergen

Wanderungen

Königsstand



Königsstand

Königsstand - der nach Osten vorgeschobene Gipfel im Kramermassiv, nördlich von Garmisch-Partenkirchen. Er hat einen unwahrscheinlich steilen Abbruch in Form der Seeleswände zum Pflegersee, ist aber von Westen her einfach zu erreichen (Stand: Mai 2018)

Schwierigkeit:38.4mittel (27.5-40)
Tracklänge:14.0 kmmittellang (8-15 km)
Wanderzeit:4:26 h*mittellang (3-5 h)
Höhensumme:777 mmittelgroß (400-800 m)
 
(*) In der Wanderzeit sind auch kleine Pausen zum Schauen und Fotografieren enthalten. Längere Pausen auf Gipfeln oder in der Hütte sind nicht enthalten.

Markante Punkte Höhe (m) ü NN Gehzeit (h:min) *) Entfernung
PP Pflegersee848
Abzw. Garmisch923 0:271.70
Einmü. Grasbergweg953 0:070.40
Abzw. Martinshütte1050 0:150.60
Felsenkanzel1238 0:301.50
Abzw. Kramerspitze1259 0:401.40
Gipfel Königsstand1253 0:191.20
Abzw. Kramerspitze1259 0:201.20
Felsenkanzel1238 0:271.30
St. Martinshütte1050 0:231.30
Abzw. Kellerleitensteig953 0:141.00
Abzw. Garmisch923 0:070.30
Pflegersee Gasthof852 0:241.80
PP Pflegersee848 0:050.30
Gebirge, Lage, Karte
Ammergauer Alpen, Kramergebiet; nordwestlich von Garmisch-Partenkirchen. Der Königsstand ist der östlichste Gipfel der Kramergruppe. Karten: DAV Alpenvereinskarte, Ammergebirge Ost (1:25000); bzw. AV Digital 2016 (USB Edition) 3D, Ammergebirge Ost, bzw. GPS Garmin Oregon 600, TransAlpin V4 Pro.
Datum, Begleiter, Wetter
08.05.2018; Alleingang. Am Aufstieg sind mir nur wenige Wanderer begegnet, auch nicht auf dem an sich gut frequentierten, weil recht bekannten Kellerleitensteig. Als ich dann bereits wieder am Abstieg war, sind mir relativ viele Personen begegnet. Vielleicht hat aber auch der Ruhetag an der St. Martinshütte zu der geringen Zahl an Wanderern beigetragen. Es herrschte fast sommerliches Wetter mit überwiegend blauem Himmel und stabiler Trockenheit. Zwischendurch zogen aber immer wieder Wolkenfelder durch. Der Wind frischte zuweilen stärker auf: an offenen Passagen fast heiß, im Wald merklich kühler. Die Sicht konnte man als brauchbar bezeichnen, zwischendurch aber auch leicht diesig.
Erreichte Gipfel
Königsstand (1453 m). Der höchste Punkt der Tour liegt aber mit 1467 m zwischen der Abzweigung zur Kramerspitze und dem Gipfelplatz des Königsstandes.
Alm(en), Hütt(en):
Pflegersee, St. Martinshütte, An anderen Hütten oder Gebäuden kommt man nicht vorbei.
Ausgangspunkt, Koordinaten, Route
Parkplatz Pflegersee; Adresse: Kellerleitensteig, D-82467 Garmisch-Partenkirchen (nahe Pflegersee). Koordinaten: N = 47.520055, E = 11.082482; Geographische Daten: N = 47°31'12.2'', E = 11°04'56.9''; UTM-Daten: Z = 32T, E = 656776, N = 5265060; Gauß-Krüger: R-E = 4431004.158, H-N = 5265030.641. Der Ausgangspunkt ist mit ÖPNV nicht zu erreichen. Ebenso ist diese Strecke für Rollstühle nicht möglich. Die Gegend in der Nähe des Pflegersees könnte aber für solche Personen ein Grund sein, dorthin anzureisen und die herrliche Umgebung samt Gasthaus zu genießen.
Nahe der Info-Tafel am Parkplatz geht es auf dem Kellerleitensteig leicht bergauf in den Wald. Später überquert man drei kleinere Brücken über Kare. An der Abzweigung nach Garmisch geht es geradeaus weiter. Kurz darauf mündet der Steig auf den Zufahrtsweg zur St. Martinshütte ein. Nun kann man einen kurzen, steilen Abkürzungssteig benutzen, bringt aber nichts. Nach der Hütte wären nochmals kleinere Abkürzungen möglich. An der Felsenkanzel vorbei führt der Steig weiter über mehrere Kehren bis zur Abzweigung zur Kramerspitze. Von nun an geht es etwas wellig nach rechts, mehrmals knapp entlang von hohen Wänden, bis zum Gipfelplatz des Königssteins. Der Rückweg erfolgte auf der gleichen Route mit Weitergang über den Parkplatz zum Gasthaus und anschließend wieder zurück.
Anmerkungen:
Nachdem mich wenige Tage zuvor der Weg von einem anderen Ausgangspunkt aus bis zur Felsenkanzel führte, ging ich diesmal weiter hoch bis zum Gipfel des Königssteins. Zudem wählte ich den Start am Pflegersee, so dass mich meine Route über den sehr schönen und einfach zu gehenden Kellerleitensteig brachte. Wirklich anstrengend wird es dann zwischen der St. Martinshütte und der Abzweigung zum Gipfel. Der Lohn sind immer wieder herrliche Fernblicke ins Wettersteingebirge mit der Zugspitze. Vom Gipfel aus sieht man zusätzlich ins Loisachtal um Farchant und hinüber ins Estergebirge mit Wank, Hoher Fricken und den anderen Bergen.

Benachbarte Wanderungen

Steinbichel-Runde
Steinbichel-Runde

Der Steinbichel ist eigentlich nur der südliche Fuß des bekannten Wank, nahe Garmisch-Partenkirchen. Trotzdem ist ein Rundweg um diesen Berg eine ernsthafte Wanderung. Sie führt an einigen recht lohnenden Teilzielen vorbei, darunter an der völlig neu erbauten Tannenhütte (an Stelle der früheren Gamshütte) mit der spektakulären Hacker-Pschorr-Brücke, dem bekannten Berggasthof Gschwandtner-Bauer und der Pfeiffer Alm. Den Blick ins Wettersteingebirge gibt’s gratis.

Kellerleitensteig
Kellerleitensteig

Kellerleitensteig - ein einfacher Rundweg nördlich von Garmisch-Partenkirchen, also schon im Ammergebirge. Wer nicht ganz "gehunfähig" ist, kann sich diese Tour vornehmen, sie ist auch abzukürzen. Ein herrlicher Blick von vielen Stellen aus in das Wettersteingebirge und das Loisachtal ist der Lohn dieser Wanderung - und natürlich die Einkehr in die beiden Hütten Pflegersee und Werdenfelser Hütte.

Felsenkanzel (Kramer)
Felsenkanzel (Kramer)

Die "Felsenkanzel" ist eigentlich kein Berg, sondern nur ein recht markanter Aussichtpunkt an der Südostseite des Kramers, ein gutes Stück über dem Gasthaus St. Martin. An einer steilen Felswand mit Seilsicherung ha jemand eine eingefasste und gut gesicherte Kanzel gebaut, von der aus ein Superblick nach Garmisch-Partenkirchen und ins Wettersteingebirge möglich ist. Natürlich kann man dort noch weiter hinauf gehen, z.B. zum Königsstand und auf der Ostroute zum Kramer.

Schalmei-Schlucht
Schalmei-Schlucht

Schalmei-Schlucht, eine recht beeindruckende Schlucht am Fuße des Wanks, nahe Garmisch-Partenkirchen. Zwei besondere Attraktionen gibt es dort zu sehen: die völlig neu und recht futuristische erbaute Tannenhütte, ehemals Gamshütte und die "Hacker-Pschorr-Brücke, welche die Schlucht überspannt. Auf dieser Strecke gibt es keine besonderen Schwierigkeiten, sie ist auch für Anfänger leicht zu gehen.

Wank-Esterberg-Runde
Wank-Esterberg-Runde

Der Wank ist unzweifelhaft einer der Hausberge von Garmisch-Partenkirchen. Ziemlich genau 1000 Meter hoch ragt er im Osten der Stadt in die Höhe. Er zählt aber nicht zum Wettersteingebirge - wie man das für Garmisch erwarten würde - sondern zum Estergebirge, einem Teil der Bayerischen Voralpen. Im Gipfelbereich gibt es etliche einfache und kurze Wandermöglichkeiten, geeignet für all jene, die mit Seilbahn hoch kommen und ein wenig die einmalige Aussicht genießen möchten. Für die anderen bietet sich ein Rundweg mit Abstieg zur Esterbergalm an.

Bilder zur Wanderung

Gipfelkreuz am Königsstand. Es ist ein neues, hölzernes Kruzifix auf einem Holzpfosten. Es steht etwas zurückgesetzt am Rand der Bäume.

Der Gipfelbereich ist recht geräumig mit einer steilen Kante nach Südosten. Es ist genügend Platz für zwei Sitzbänke und zwei, zu Tischen umfunktionierte Baumstämme. Die Spuren deuten auf viele Besucher hin.

Der Blick geht hinunter auf das Zentrum von Garmisch-Partenkirchen mit der Skisprungschanze.

Weiter nach links setzt sich das Loisachtal fort mit Burgrain und Farchant. Die Ausfahrt aus dem Farchanter Tunnel ist sehr gut zu sehen.

Direkter Nachbar gegenüber ist der Wank, einer der Hausberge von Garmisch-Partenkirchen. Es ist der südlichste Zipfel des Estergebirges, das noch zu den Bayerischen Voralpen zählt.

Weiter nach links schließen sich die anderen Berge des Estergebirges an. Im Blick: Hoher Fricken.

Abzweigung zwischen dem Pfad nach links zur Kramerspitze und nach rechts zum Gipfel des Königsstandes. Wer nach links will, braucht gute Kondition, nach rechts wird der Weg richtig erholsam, abgesehen von einigen schmalen Stellen.

Felsenkanzel, der besondere Aussichtpunkt an einer Steilkante, diesmal von oben gesehen. Im Hintergrund sieht man Garmisch-Partenkirchen – was sonst?

Natürlich kann man schon herrliche Blumen sehen, z.B. den leuchtend gelben Berg-Hahnenfuß (Ranunculus montanus) oder …

… ganz klassisch, den Stengellosen Enzian (Gentiana clusii) mit seinen großen, sehr kräftig blauen Blütenblättern.

 

 

 

 

 

 

[Impressum] [Webmaster], Letzte Änderung am 24.10.2019