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Wanderungen

Schalmei-Schlucht



Schalmei-Schlucht

Schalmei-Schlucht, auch Faukenschlucht genannt - am Fuße des Wank, nahe Partenkirchen. Einfache, kurze Wanderung zu der neu erbauten Tannenhütte über die Hacker-Pschorr-Brücke. Das war das eigentliche Ziel, natürlich neben der Überquerung der Brücke. Im Bild: Blick von dem kleinen Kamm südlich der Schlucht über die etwas tiefer liegende Brücke (Erstwanderung: November 2018; aktualisiert: Februar 2020)

Abstract
Die Schalmei-Schlucht, auch Fauken-Schlucht genannt, liegt im südlichen Teil des Estergebirges und verläuft von West nach Ost. Sie trennt den Wank vom Steinbichel ab, einem recht unbekannten und kaum auffallenden Bergzug zu Füßen des großen Nachbarn (siehe Nachbartouren). Von Partenkirchen aus ist sie auf einer südlichen und auf einer nördlichen Route zugänglich. Allerdings verlaufen beide Routen an der oberen Kante der Schlucht, der Grund selbst ist nicht zugänglich. Auf halber Höhe dieses Grabens verbindet die "Hacker-Pschorr-Brücke" die beiden Berge.
Beide Aufstiege kann man zu einer Rundtour verbinden, wobei der Ausgangspunkt entweder der Parkplatz an der Vogelwarte, oder die letzten Anwesen der Hasentalstraße sind. Letzteres ist recht gut ohne Auto erreichbar. Beide Strecken sind natürlich auch als Hin-Rück-Weg zu machen. Über die Brücke kommt man aber nur von der südlichen Route aus. Die Schalmei-Schlucht kann man jederzeit auch im Winter gehen, ganz besonders über die südliche Route. Das ist umso mehr eine Möglichkeit, da die Tannenhütte auch im Winter geöffnet ist (außer einer kurzen Betriebsruhe im Januar).
Zwei besondere Attraktion machen diese leichte Tour interessant: zum einen ist es die völlig neu erbaute "Tannenhütte". Sie steht an der Stelle, an der vor einiger Zeit die inzwischen abgebrannte Gamshütte stand. Das völlig aus Holz erbaute Gebäude sieht sehr futuristisch aus und ist deshalb unbedingt einen Besuch wert. Zum anderen geht es auch um die Brücke selbst. Als klassische Hängebrücke für Fußgänger überspannt sie die Schlucht. Selbst eine einzelne Person bringt sie recht deutlich ins Schwanken.
Schwierigkeit:19.4leicht (<27.5)
Tracklänge:5.20 kmkurz (0-8 km)
Wanderzeit:2:10 h*kurz (0-3 h)
Höhensumme:270 mgering (0-400 m)
 
(*) In der Wanderzeit sind auch kleine Pausen zum Schauen und Fotografieren enthalten. Längere Pausen auf Gipfeln oder in der Hütte sind nicht enthalten.

Markante Punkte Höhe (m) ü NN Gehzeit (h:min) *) Entfernung
PP Vogelschutzwarte807
Zeileck833 0:281,40
Kreuzung Sonnenuhr971 0:220,62
Tannenhütte934 0:150,60
Zeileck833 0:291,69
Hasentalstraße777 0:070,34
PP Vogelschutzwarte807 0:290,55
Gebirge, Lage, Karte
Bayerische Voralpen, Teilbereich Estergebirge. Die Schlucht liegt am Fuße des Südhanges des Wanks, nahe den ersten Häusern von Partenkirchen. Karten: Alpenvereinskarte BY7, Ammergebirge Ost, Pürschling Hörnle; bzw. AV Digital 2016 (USB Edition) 3D, Estergebirge, bzw. GPS Garmin Oregon 600, TransAlpin V4 Pro.
Datum, Begleiter, Wetter
15.11.2018; Alleingang. Am Parkplatz bei der Vogelschutzwarte standen nur wenige Fahrzeuge. Trotzdem waren viele Personen auf der Strecke und vor allem auch die Tannenhütte konnte über wenig Besuch nicht klagen. Sehr viele hatten wohl am Wilhelm-von-Miller-Weg geparkt, der deutlich näher zum Südaufstieg liegt. Es war im Grunde sehr gutes Wanderwetter angesichts der Jahreszeit Mitte November. Bei der Anfahrt hatte es noch Nebel mit Temperaturen nahe Null Grad. Aber just am Parkplatz war der Nebel weg und es herrschte Sonnenschein mit angenehmen Temperaturen. Allerdings löste sich der Nebel in den Tälern nicht ganz auf, sondern verdichtete sich ab Mittag wieder kräftig. Die für diese Tour so wichtige Fernsicht ins Wettersteingebirge war dann nicht mehr möglich.
Erreichte Gipfel
kein Gipfel erreicht. Der höchste Punkt der Tour befand sich mit 971 m am Platz der "Sonnenuhr" auf dem kleinen Kamm südlich der Hacker-Pschorr-Brücke.
Alm(en), Hütt(en):
Tannenhütte, Direkt am Parkplatz gibt es die Vogelschutzwarte und auch die letzten Häuser von Partenkirchen. Nach dem Anmarschweg zur Schlucht trifft man auf die letzten Häuser der Hasentalstraße.
Ausgangspunkt, Koordinaten, Route
Parkplatz Vogelschutzwarte; weitere Parkmöglichkeiten bestehen am Wilhelm-von-Miller-Weg. Adresse: Gsteigstraße 43, D-82467 Garmisch-Partenkirchen. Koordinaten: N = 47.487692, E = 11.126269; Geographische Daten: N = 47°29'15.7'', E = 11°07'34.6''; UTM-Daten: Z = 32T, E = 660171, N = 5261553; Gauß-Krüger: R-E = 4434261.464, H-N = 5261394.529. Die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist möglich. Der Anmarschweg vom Bahnhof zum Ausganspunkt ist zumutbar, wiewohl der Wegepunkt "Hasentalstraße" sogar noch leichter erreichbar ist. Die Benutzung von Rollstühlen ist auf dieser Route nicht möglich.
Vom Parkplatz geht es auf einem guten Wanderweg leicht ansteigend geradeaus weiter nach Nordwesten. Nach einer Weile führt die Strecke bergab, deutlich unter die Höhe des Parkplatzes, ehe man an das Ende der Hasentalstraße kommt. Eigentlich wollte ich noch ein Stück durch den Ort, um dann auf der Schalmeistraße nördlich der Schlucht den Anstieg zu beginnen. Mein erstes Ziel war die Eckenhütte oberhalb der Tannenhütte. Durch Zufall erfuhr ich jedoch, dass diese Strecke wegen Bauarbeiten gesperrt war. Also nahm ich den Anstieg über das Zeileck, also südlich der Schlucht. Der dortige "Sunna-Weg" führt ohne jede Probleme nach oben. Kurz vor der Hacker-Pschorr-Brücke gibt es nochmal einen kleinen Abstecher auf eine Kuppe mit einer großen Sonnenuhr. Zur Brücke folgen ein kurzer Abstieg, die Überquerung und dann nur noch ein paar Meter zur Hütte. Den Rückweg ging ich auf der gleichen Strecke.
Anmerkungen:
Hauptziel dieser kurzen, einfachen Tour war der Besuch der neuen Tannenhütte; das habe ich erreicht. Durch einige dumme Umstände mussten andere Ziele aber entfallen, insbesondere der Besuch auf der Eckenhütte. Den Aufstieg wollte ich zwar noch machen, angesichts des aufziehenden Nebels hätte man aber keine Sicht mehr gehabt und das war damit gegenstandslos. Insbesondere hatte ich auch auf den Nordaufstieg gesetzt, von dem ich mir eine besonders schöne Strecke erhofft habe. Das fiel aber auch aus. So bleibt mir die Erkenntnis, die Gegend jetzt in etwa zu kennen, um dann bei einer späteren Tour das alles nachzuholen und insbesondere mit einer Streckenführung nach Osten zur Pfeiffer-Alm und zum Gschwandtner-Hof zu verbinden. Es wird bestimmt eine weitere, lohnende Tour mit vielen Aussichtspunkten ins Wettersteingebirge werden. Mit dieser Tour habe ich als noch eine Rechnung offen.

Benachbarte Wanderungen

Finzbachtal
Finzbachtal

Die Wanderung ab Krün in das Estergebirge hinein ist eine recht entspannte Tour. Vielleicht wird sie etwas aufregender, wenn die Klamm wieder begehbar ist. Aber macht nichts, die neu erbaute Finzalm lohnt diese Tour allemal. Dort kann man ein sehr gutes Beispiel von traditioneller Bauweise in den Bergen sehen. Wenn man diese Tour mit dem Bus verbindet, der dort den Sommer über immer wieder hochfährt (nicht ganz zur Hütte), dann ist das auch etwas für Personen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind.

Steinbichel-Runde
Steinbichel-Runde

Der Steinbichel ist eigentlich nur der südliche Fuß des bekannten Wank, nahe Garmisch-Partenkirchen. Trotzdem ist ein Rundweg um diesen Berg eine ernsthafte Wanderung. Sie führt an einigen recht lohnenden Teilzielen vorbei, darunter an der völlig neu erbauten Tannenhütte (an Stelle der früheren Gamshütte) mit der spektakulären Hacker-Pschorr-Brücke, dem bekannten Berggasthof Gschwandtner-Bauer und der Pfeiffer Alm. Den Blick ins Wettersteingebirge gibt’s gratis.

Wank-Esterberg-Runde
Wank-Esterberg-Runde

Der Wank ist unzweifelhaft einer der Hausberge von Garmisch-Partenkirchen. Ziemlich genau 1000 Meter hoch ragt er im Osten der Stadt in die Höhe. Er zählt aber nicht zum Wettersteingebirge - wie man das für Garmisch erwarten würde - sondern zum Estergebirge, einem Teil der Bayerischen Voralpen. Im Gipfelbereich gibt es etliche einfache und kurze Wandermöglichkeiten, geeignet für all jene, die mit Seilbahn hoch kommen und ein wenig die einmalige Aussicht genießen möchten. Für die anderen bietet sich ein Rundweg mit Abstieg zur Esterbergalm an.

Kellerleitensteig
Kellerleitensteig

Kellerleitensteig - ein einfacher Rundweg nördlich von Garmisch-Partenkirchen, also schon im Ammergebirge. Wer nicht ganz "gehunfähig" ist, kann sich diese Tour vornehmen, sie ist auch abzukürzen. Ein herrlicher Blick von vielen Stellen aus in das Wettersteingebirge und das Loisachtal ist der Lohn dieser Wanderung - und natürlich die Einkehr in die beiden Hütten Pflegersee und Werdenfelser Hütte.

Finzbachtal
Finzbachtal

Die Wanderung ab Krün in das Estergebirge hinein ist eine recht entspannte Tour. Vielleicht wird sie etwas aufregender, wenn die Klamm wieder begehbar ist. Aber macht nichts, die neu erbaute Finzalm lohnt diese Tour allemal. Dort kann man ein sehr gutes Beispiel von traditioneller Bauweise in den Bergen sehen. Wenn man diese Tour mit dem Bus verbindet, der dort den Sommer über immer wieder hochfährt (nicht ganz zur Hütte), dann ist das auch etwas für Personen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind.

Bilder zur Wanderung

Im Höhenverlauf erkennt man zunächst den leichten Anstieg ab dem Parkplatz, dem dann aber bald ein leichtes Gefälle folgt mit der tiefsten Stelle an der Hasentalstraße. Anschließend geht es ordentlich bergauf bis zum höchsten Punkt, dem Standort der Sonnenuhr. Weiter geht es zur Brücke etwas bergab und drüben wieder kurz bergauf zur Tannenhütte. Der Rückweg ist ein Spiegelbild dieses Verlaufes, da es sich um dieselbe Strecke handelt.

Ein Stück nach Beginn der Wanderung geht es leicht bergab und man trifft auf die Häuser der Hasentorstraße. Dort gibt es einige wenige Parkplätze und man könnte gegebenenfalls die Wanderung auch dort beginnen.

Ein nächstes wichtiges Zwischenziel ist das Zeileck. Höhe und Lage dieses Aussichtplatzes lassen sofort erkennen, dass sich dort oben wohl öfter Personengruppen treffen um den Blick auf Garmisch-Partenkirchen genießen. Ein größerer Platz mit Aschespuren eines Feuers bestätigt, dass wohl auch Sonnwendfeuer dort brennen.

Eine Infotafel und eine überdachte Rastbank unterstreichen die Bedeutung dieses Platzes zusätzlich. Jemand, der nach oben will, wird dort nicht länger bleiben. Falls aber jemand nicht so gut zu Fuß ist und wieder umkehren will, der freut sich darüber bestimmt und nimmt das Angebot auch an.

Gründe für diese Tour sind - neben der Tannenhütte - natürlich die Aussichtpunkte ins Wettersteingebirge. Im Bild: Blick zur - "grauen" Zugspitze mit ihren Nachbarbergen. Das einzige Weiß war der Nebel über Garmisch-Partenkirchen und das Mitte November. Es lohnt sich bestimmt, die Tour öfter zu gehen, um dann mehr zu sehen.

Was wäre Garmisch-Partenkirchen ohne seine Sportstätten, namentlich die Skisprungschanze. Aus vielen Blickrichtungen kann man diese Anlage sehen. Bäume versperren hier oben zwar den Blick etwas, aber das Profil lässt sich gut erkennen.

Eine riesige Sonnenuhr liegt auf dem kleinen Kamm südlich der Schlucht. Wenn man sich auf die Steine in der Mitte stellt, zeigt der eigene Schatten die Uhrzeit an - vorausgesetzt es scheint die Sonne. Ich habe es ausprobiert - es stimmt.

"Hacker-Pschorr-Brücke" eine Hängebrücke über die Faukenschlucht. Sie wurde erbaut, um einen besseren Zugang aus Süden zur nördlich liegenden Hütte (früher Gamshütte, jetzt Tannenhütte) zu haben. Sie schwankt - auch bei der Begehung durch einzelne Personen - merklich.

Nachdem wir die Hacker-Pschorr-Brücke überquert haben, nochmal ein Blick zurück. Die Schalmei-Schlucht ist hier oben nicht sehr breit. Etwas mehr als 50 Meter genügen, sie zu überqueren. Die klassische Hängebrücke ebdet an der Nordseite fast eben hum übrigen Gelände, an der Südseite beginnt bzw. endet sie etliche Meter unterhalb der Bergkante.

Direkt an der Tannenhütte gibt es dann nochmals eine gute Gelegenheit den Blick nach Westen über Garmisch-Partenkirchen hinweg zu richten. Ein besonderes Ziel ist dort der Kramer, der Paradeberg im Süden der Ammergauer Alpen. Zum Glück war das Wolkenband nicht sehr dick und ließ sowohl den Fuß als auch die Spitze dieses Berges erkennen.

Da steht sie also - die neue Tannenhütte, völlig aus Holz erbaut. "Dannahüddn" wird sie wohl gerufen werden, zumindest von den Einheimischen. Nachdem die Zeit der alten Vorgängerhütte mit dem Brand recht plötzlich zu Ende ging, ließ es sich die Forstverwaltung nicht nehmen, ein Gebäude zu errichten, dass dem Ruf der Stadt bestimmt gerecht wird. Sie ist dank der guten Aussicht und einer hervorragenden Bewirtung ein Grund, ihr gelegentlich auch zwischendurch einen kurzen Besuch abzustatten.

 

 

 

 

 

 

[Impressum] [Webmaster], Letzte Änderung am 24.10.2019