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Wanderungen

Graseck



Graseck

Graseck und Kochelberg - einfache Rundwanderung südlich von Garmisch-Partenkirchen rund um die Partnachklamm, die selbst aber vermieden wird. Es ist eine Tour mit sehr vielen Einkehrmöglichkeiten, wenn man den richtigen Tag wählt. Im Bild: Typische Grünflächen auf dem Vordergraseck, oberhalb des Gudibergs, östlich der Partnachklamm (Stand: August 2018; aktualisiert: Februar 2020)

Abstract
Das Graseck ist eine kleine Ortschaft auf einer Geländestufe oberhalb des Gudibergs, südlich von Garmisch-Partenkirchen. Vielen ist sich bekannt, wenn man nach der Durchquerung der Partnachklamm im Bogen nach links wieder zurück geht und an der Kaiserschmarrn Alm bzw. beim Hanneslabauer vorbeikommt.
Wenn die Klamm aber arg überlaufen ist, kann man ihr ausweichen und mit dem steilen Aufstieg direkt nach Graseck gehen. Nach der Überquerung der Klamm über die Eisenbrücke und dem Aufstieg zur Partnachalm geht es wieder zurück, ggf. auch noch über die Kochelbergalm. Dann hat man zwar die Klamm nicht durchquert, kommt aber trotzdem zu einer sehr schönen Wanderung. Die Klamm kann warten bis irgendwann weniger Menschen unterwegs sind.
Vier Einkehrhütten warten auf dieser Tour. Dabei sind weitere drei Hütten auf dem Anmarschweg noch gar nicht mitgerechnet.
Schwierigkeit:26.0leicht (<27.5)
Tracklänge:12,8 kmmittellang (8-15 km)
Wanderzeit:3:15 h*mittellang (3-5 h)
Höhensumme:376 mgering (0-400 m)
 
(*) In der Wanderzeit sind auch kleine Pausen zum Schauen und Fotografieren enthalten. Längere Pausen auf Gipfeln oder in der Hütte sind nicht enthalten.

Markante Punkte Höhe (m) ü NN Gehzeit (h:min) *) Entfernung
Parkplatz Skistadion727
Lenz´n Hütte740 0:131,01
Abzw. Graseck760 0:161,28
Hanneslabauer880 0:180,76
Kaiserschmarrn Alm888 0:151,79
Klammbrücke836 0:131,00
Partnachalm987 0:281,31
Abzw. Kochelberg Alm885 0:211,22
Kochelberg Alm847 0:191,27
Ortsrand Kochelberg751 0:161,32
Einmü. Bahnweg720 0:141,21
Parkplatz Skistadion727 0:221,39
Gebirge, Lage, Karte
Wettersteingebirge, Untergruppe: Schachen und Reintal. Das Wandergebiet liegt östlich und westlich der Partnachklamm, die im Grunde schon am Skisstadion von Garmisch-Partenkirchen beginnt. Karten: AV Digital 2016 (USB Edition) 3D, Wetterstein-Zugspitze, bzw. GPS Garmin Oregon 600, TransAlpin V4 Pro.
Datum, Begleiter, Wetter
29.08.2018; Alleingang. Aufgrund der Ferienzeit und des Interesses an der zuvor länger gesperrten Partnachklamm waren in diesem Tal ganze Heerscharen von Wanderern auf dem Zugang zur Klamm unterwegs und warteten dort lange auf Einlass. Viele Menschen tummelten sich dann auch auf den Flächen rund um die Kaiserschmarrn Alm und die Partnachalm. Auf den übrigen Wegestrecken traf ich relativ wenige andere Personen, überraschenderweise auch nicht auf der Kochelbergalm. Am Wandertag herrschte eine zu Ende gehende Hochdruckphase mit schönem Sommerwetter und Temperaturen um 30 °C. Einige Wolken störten dieses Bild nicht. Die Sicht war morgens noch etwas diesig, nachmittags dann sehr viel besser. Die Temperaturen konnte man als der Jahresszeit angemessen empfinden.
Erreichte Gipfel
Kein Gipfel erreicht; der höchste Punkt der Tour lag mit 987 m auf der Partnachalm.
Alm(en), Hütt(en):
Hanneslabauer , Kaiserschmarrn Alm , Kochelberg Alm, Partnachalm , Am Zugang zur Klamm passiert man die Lenz'n Hütte (die ich aber immer nur geschlossen gesehen habe, weil sie nur am Wochenende ab 13:00 Uhr geöffnet hat), den Gasthof Partnachklamm und die Partnachklause. Auf dem Vordergraseck geht man - neben den beiden Hütten, in die ich eingekehrt bin - noch am Hotel Vordergraseck vorbei. Ansonsten stehen am Vordergraseck einige private Hütten. Auf dem Rückweg kommt man an die ersten Häuser der kleinen Ortschaft Kochelberg..
Ausgangspunkt, Koordinaten, Route
Skistadion Garmisch-Partenkirchen (Parkgebühr: 2.50 €, dafür kostet die Toilette extra). Adresse: Karl-und-Martin-Neuner-Platz, D-82467 Garmisch-Partenkirchen. Koordinaten: N = 47.482193, E = 11.118842; Geographische Daten: N = 47°28'55.9'', E = 11°07'07.8''; UTM-Daten: Z = 32T, E = 659628, N = 5260927; Gauß-Krüger: R-E = 4433694.833, H-N = 5260789.476. Das Skistadion als Ausgangspunkt ist natürlich sehr gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Etliche Streckenteile dieser Tour kann man mit Rollstühlen und Kinderwägen recht gut bewältigen, nicht aber die ganze Runde. Dazu sind einige Streckenteile zu steil und andere zu schmal und holprig.
Vom Parkplatz geht es um die Gebäude des Skistadions herum und auf der Wildenauer Straße an der Partnach entlang leicht bergauf. Der Weg führt an der Lenz'n Hütte und am Gasthof Partnach vorbei bis zur Partnachklause. Dort zweigt der Versorgungsweg nach links ab und führt steil bergauf zum Hanneslabauer. Anschließend geht es geradeaus weiter, am Hotel vorbei, zur Kaiserschmarrn Alm. Für den Weiterweg geht man ein paar Meter zurück und wählt den Abstieg zur Klammbrücke und anschließend den Aufstieg auf der gegenüber liegenden Seite zur Partnachalm. Dort führt der Versorgungsweg nach Norden. Nach einer Weile geht es links ab und recht abwechslungsreich durch den Wald. Später kommt man auf eine Lichtung, an deren unterem Ende ein kleiner See auftaucht mit der Kochelberg Alm am östlichen Rand. Der weitere Rückweg erfolgt dann auf dem Versorgungsweg talwärts, wobei man kurz darauf den Steig nach links oder die Straße wählen kann. Weiter unten treffen sich die beiden wieder. Am Beginn der ersten Häuser zweigt man nach rechts ab, geht ein paar Meter durch zwei Zäune und dann auf einem Pfad über die Wiesen. Nach der Einmündung auf die Straße neben der Bahn geht es nach rechts zurück zum Parkplatz. Ich habe dabei nochmals einen kleinen Umweg nach rechts entlang der Partnach gemacht.
Anmerkungen:
Vom Parkplatz geht es um die Gebäude des Skistadions herum und auf der Wildenauer Straße an der Partnach entlang leicht bergauf. Der Weg führt an der Lenz'n Hütte und am Gasthof Partnach vorbei bis zur Partnachklause. Dort zweigt der Versorgungsweg nach links ab und führt steil bergauf zum Hanneslabauer. Anschließend geht es geradeaus weiter, am Hotel vorbei, zur Kaiserschmarrn Alm. Für den Weiterweg geht man ein paar Meter zurück und wählt den Abstieg zur Klammbrücke und anschließend den Aufstieg auf der gegenüber liegenden Seite zur Partnachalm. Dort führt der Versorgungsweg nach Norden. Nach einer Weile geht es links ab und recht abwechslungsreich durch den Wald. Später kommt man auf eine Lichtung, an deren unterem Ende ein kleiner See auftaucht mit der Kochelberg Alm am östlichen Rand. Der weitere Rückweg erfolgt dann auf dem Versorgungsweg talwärts, wobei man kurz darauf den Steig nach links oder die Straße wählen kann. Weiter unten treffen sich die beiden wieder. Am Beginn der ersten Häuser zweigt man nach rechts ab, geht ein paar Meter durch zwei Zäune und dann auf einem Pfad über die Wiesen. Nach der Einmündung auf die Straße neben der Bahn geht es nach rechts zurück zum Parkplatz. Ich habe dabei nochmals einen kleinen Umweg nach rechts entlang der Partnach gemacht.

Benachbarte Wanderungen

Steinbichel-Runde
Steinbichel-Runde

Der Steinbichel ist eigentlich nur der südliche Fuß des bekannten Wank, nahe Garmisch-Partenkirchen. Trotzdem ist ein Rundweg um diesen Berg eine ernsthafte Wanderung. Sie führt an einigen recht lohnenden Teilzielen vorbei, darunter an der völlig neu erbauten Tannenhütte (an Stelle der früheren Gamshütte) mit der spektakulären Hacker-Pschorr-Brücke, dem bekannten Berggasthof Gschwandtner-Bauer und der Pfeiffer Alm. Den Blick ins Wettersteingebirge gibt’s gratis.

Schalmei-Schlucht
Schalmei-Schlucht

Schalmei-Schlucht, eine recht beeindruckende Schlucht am Fuße des Wanks, nahe Garmisch-Partenkirchen. Zwei besondere Attraktionen gibt es dort zu sehen: die völlig neu und recht futuristische erbaute Tannenhütte, ehemals Gamshütte und die "Hacker-Pschorr-Brücke, welche die Schlucht überspannt. Auf dieser Strecke gibt es keine besonderen Schwierigkeiten, sie ist auch für Anfänger leicht zu gehen.

Eibseeblick
Eibseeblick

Der Eibseeblick ist ein Aussichtspunkt unter der Zugspitze nach Norden gerichtet. Unweit davon gibt es den Übergang nach Ehrwald mit der Hochthörle-Hütte. Auch wenn man sich direkt unter Deutschlands höchsten Berg befindet, auf den Gipfel kommt man von hier aus nicht, zumindest auf keinem ausgewiesenen Wanderpfad. Aber es gibt immer wieder Aussichtpunkte nach Norden zur reizvollen Landschaft um den Eibsee mit der Talstation der neuen Zugspitzbahn.

Höllentalklamm
Höllentalklamm

Die Höllentalklamm ist das Pendant zur Partnachklamm. Sie liegt weiter im Westen, der Ausgangspunkt ist Grainau. Man kann sie mit Fug und Recht als die wildeste Klamm bezeichnen. Am Eingang steht die Höllentaleingangshütte, nach der Durchquerung geht es weiter hinauf zur neuen Höllentalangerhütte. Letztlich beginnen von dort aus etliche Hochgebirgsrouten u.a. auch zur Zugspitze.

Partnachklamm
Partnachklamm

Die Partnachklamm direkt bei Garmisch-Partenkirchen ist die wohl bekannteste Gebirgsklamm Bayerns. Von der Skissprungschanze aus ist der Eingang in wenigen Minuten Anmarschweg zu erreichen. Nach der Durchquerung gehen die Wanderrouten dann weiter. Nach links geht es über das Graseck, nach rechts kommt man hinauf zur Partnachalm. Viele Hütten stehen in beiden Richtungen am Weg. Die Strecken sind nicht allzu anstrengend, also für die ganze Familie geeignet.

Wank-Esterberg-Runde
Wank-Esterberg-Runde

Der Wank ist unzweifelhaft einer der Hausberge von Garmisch-Partenkirchen. Ziemlich genau 1000 Meter hoch ragt er im Osten der Stadt in die Höhe. Er zählt aber nicht zum Wettersteingebirge - wie man das für Garmisch erwarten würde - sondern zum Estergebirge, einem Teil der Bayerischen Voralpen. Im Gipfelbereich gibt es etliche einfache und kurze Wandermöglichkeiten, geeignet für all jene, die mit Seilbahn hoch kommen und ein wenig die einmalige Aussicht genießen möchten. Für die anderen bietet sich ein Rundweg mit Abstieg zur Esterbergalm an.

Bilder zur Wanderung

Die Tour beginnt mit dem leichten Anstieg des Weges bis zum Eingang. Dann aber geht es nach der Abzweigung steil bergauf zum Hanneslabauer. Dem folgt ein kurzer welliger Teil bis zur Kaiserschmarrn Alm. Nach dem Abstieg zur Klammbrücke geht es erneut ordentlich bergauf zur Partnachalm. Nach einem weiteren, welligen Stück durch den Wald kommt man zur Kochelbergalm. Dem folgt der finale Abstieg über den Ortsrand von Kochelberg bis ins Tal. Auf dem Rückmarsch entlang der Bahn gewinnt man noch ein paar Höhenmeter hinzu, insgesamt aber weniger als 400 Meter.

Nach etwa 1 km Fußmarsch entlang der Partnach taucht die erste Einkehrmöglichkeit auf: die Lenzn Hütte. Allerdings hat sie nur am Samstag, Sonntag und Montag jeweils nachmittags geöffnet. Es gibt bestimmt Wanderer die dort bereits Bedarf an einer Brotzeit oder Kaffee und Kuchen haben, bzw. sich am Rückweg aus der Klamm richtig stärken wollen.

Noch bevor es in die Klamm geht taucht eine weitere Einkehrstube auf, die Partnachklause. Am Gasthof Partnach ist man ohnehin schon vorbeigegangen. Also wer in die Klamm will, braucht sich zumindest nicht sorgen, Hungern und dürsten zu müssen.

Ehe man über die 70 m hohe eiserne Klammbrücke kommt, hat man zwei weitere Almhütten auf dem Graseck hinter sich: den Hanneslabauer und die Kaiserschmarrn Alm. Die Sicherungen auf den Zuwegen zu dieser Brücke sind alle neu gemacht worden.

Nach dem Aufstieg aus dem Klammgraben winkt mit der Partnachalm ein weiterer Gasthof. Dann ist aber eine Weile Ruhe, niemand verkraftet all die vielen Möglichkeiten zur Einkehr.

Etwas später taucht eine Lichtung auf, auf deren Ostrand ein sehr schönes Anwesen steht, vermutlich ein Forsthaus.

Dann aber kommen sie, die Gebäude der Kochelberg Alm. Von der Versorgungsstraße führt ein kleiner Weg an einem Weiher vorbei zu den hinter Büschen etwas versteckten Bauten

Spannend wird es wieder, wenn man schon im Tal ist und auf einem schmalen Pfad über die Wiese geht. Der Blick geht zurück zum Rießerkopf, einem kleinen Vorberg vor dem gewaltigen Zugspitzmassiv. Er ist vor allem durch seine legendäre Bobbahn bekannt, auf der 1936 die Olympischen Rennen stattfanden.

Nach links geht der Blick hinüber zum 2340 m hohen Daniel, dem höchsten Berg der Ammergauer Alpen. Er ist wohl ein lange gefasstes Ziel für jeden Bergwanderer, aber nicht jeder macht sich dann doch noch dorthin auf den Weg.

Aber auch der Blick zum Wank ist nicht weniger imposant. Er ist der südwestlichste Gipfel des Estergebirges, das zu den Bayerischen Voralpen zählt. Zu sehen ist die Schneise der Seilbahn, die zu dem Berg hochführt. Es ist dank der Seilbahn ein einfach zu erreichender Aussichtberg, etwa 1000 Meter über dem Tal.

Ein besonderes Kennzeichen des Wettersteingebirges sind die vielen Heuhütten, die auf den Wiesen stehen. Im Gegensatz zu anderen Regionen stehen hier die Kühe kaum auf den Weiden. Das Gas wird gemäht, zu Heu getrocknet und in den Holzhütten bis zum Winter gelagert. Erst im Herbst, wenn das Grummet bereits eingebracht ist, kommen die Tiere noch auf die Weiden und fressen das letzte dort stehende Gras.

Entlang der Bahnlinie führt der Weg zurück zum Parkplatz, natürlich nicht ohne einen wunderbaren Blick auf die Sprungschanze und den Gudiberg, an dem sie steht.

 

 

 

 

 

 

[Impressum] [Webmaster], Letzte Änderung am 24.10.2019